Gelingt Stuttgart endlich ein Auswärtssieg?

Fußball Vorbericht

Aktualisiert Dez 2017

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Zwei zentrale Frauen stehen im Mittelpunkt, wenn die Bremer auf den VfB Stuttgart treffen: Gelingt es den Werderanern, den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu halten? Oder schaffen die Stuttgarter, die in der vorangegangenen Woche in Hannover beim 1-1 überhaupt erst das erste Auswärtspünktchen geholt haben, endlich einmal, im fremden Stadion zu gewinnen?

Klar ist: Nur ein Sieg hilft den Bremern weiter. Denn sollte im Duell Freiburg-Hamburg eine Mannschaft als Sieger vom Platz gehen, verliert der SVW den Anschluss nach oben und vergrößert den Abstand zu Platz 15 und 16 mehr und mehr. Gut, dass der VfB wahrlich nicht als Auswärtsmacht anreist und mit ihrem mageren Auswärtspünktchen auf dem Konto nicht als Favorit gelten wird. Allerdings stehen die Schwaben mit 17 Punkten im gefestigten Mittelfeld und haben deutlich weniger zu verlieren, als die Bremer. Mut machen darf den Bremern ihre Leistung, seit Trainer Florian Kohlfeld für die Mannschaft verantwortlich ist. Neben dem 4-0 Kantersieg über Hannover verloren seine Schützlinge zwar gegen Frankfurt (1-2) und Leipzig (0-2), die Leistungsbereitschaft aber stimmte. Gegen die Eintracht als besseres Team kurz vor Schluss verloren, gegen Spitzenmannschaft RB nur auf Grund der schlechten Chancenverwertung nichts Zählbares geholt, gegen den VfB ist mit dieser Einstellung Einiges drin!

Nur gegen Hamburg und den FC Bayern spielte Werder öfter

Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart, bereits 100-mal stand diese Partie auf dem Spielberichtsbogen. Die Bilanz? Ausgeglichener geht es nicht. Je 34-mal konnten beide Teams gewinnen, 32-mal endete das Aufeinandertreffen mit einem Remis. Bei 175 zu 157 Toren haben die Bremer in Sachen Offensive knapp die Nase vorn. Zuhause sind die Bremer gegen die Schwaben bereits seit über 11 Jahren ungeschlagen! Im September der Saison 2006/07, Stuttgarts Meisterspielzeit, gewannen der VfB mit 3-2, weil die Werderaner eine 2-0 Führung noch aus der Hand gaben. Damals auf dem Feld: Der heutige Manager Frank Baumann, der das zwischenzeitliche 2-0 vorbereitete. Auffällig ist auch: Der VfB kassiert in Bremen gerne Tore. Eine einzige Partie in den letzten 38 Jahren (ein 1-0 Sieh im Mai 1991) konnten sie ohne Gegentreffer bestreiten, ansonsten klingelte es in jedem Spiel. Ein torloses Remis im Weserstadion zwischen den beiden Mannschaften sucht man daher vergeblich. 110-65 Tore (23 S – 15 R – 12 N) sprechen für eine Heimstärke Werders gegen den VfB.

Werder – Stuttgart, das letzte Duell hatte es in sich

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Traditionsmannschaften ist wohl jedem Fußballfan noch gut in Erinnerung. Beide Teams steckten tief im Abstiegssumpf und mussten gewinnen, um ihre Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren. Das Spiel war gleich in doppelter Hinsicht ein unvergessliches Match, denn es ging als erstes Montagsspiel seit über 16 Jahren in die Bundesliga-Geschichte ein. Stuttgart wäre mit einem Sieg fast schon am Ziel Nichtabstieg gewesen und hatte 5 Punkte Vorsprung auf Platz 17 vor Augen. Doch es kam anders, der VfB ließ sich von kämpferischen Bremern regelrecht überrollen und kam mit 2-6 unter die Räder. Fin Bartels traf 2-mal für Werder, das am Ende völlig verdient auf Platz 15 kletterte. Das Ende ist bekannt: Der VfB konnte sich nach dieser Niederlage in den letzten beiden Partien nicht mehr fangen und stieg direkt ab, während Bremen am letzten Spieltag mit einem Sieg über die SGE aus Frankfurt direkt in der Bundesliga blieb.

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