Schalke und Gladbach verpassen Sprung auf Platz zwei

Fußball Spielbericht

Aktualisiert Dez 2017

Die Redaktion
Von Die Redaktion
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Sowohl Schalke als auch Mönchengladbach hatten nach dem Leipziger Unentschieden gegen Mainz die Chance, auf Platz 2 zu springen und ärgster Verfolger der Bayern zu werden. Mit einem Sieg hätte man sich vom Topspiel-Gegner distanziert, der Punkt hilft keinem der beiden Teams wirklich weiter. Gladbach haderte ein wenig mit dem Videobeweis, Schalke gewann am Ende beinahe noch.

Die Gladbacher konnten von ihren letzten 9 Heimspielen gegen die Schalker 8 gewinnen und gaben bei einer Niederlage so gut wie nie Punkte ab. Dementsprechend favorisiert gingen sie gegen die Knappen in die Partie und setzten auch die ersten Akzente. Schalke kam nur schwer ins Spiel, sodass Coach Tedesco nach kurzer Zeit die Taktik umstellte. Am Gladbacher Führungstor änderte diese Umstellung jedoch nichts, Eine Standardsituation verhalf den Fohlen in Person von Christoph Kramer, der am langen Pfosten gelauert hatte, zur 1.0 Führung in der 23. Minute. Für Kramer, nach seiner wiederholten Gesichtsverletzung wieder fit, war dieser Treffer der erste seit mehr als 3 Jahren. Das vermeintliche 2-0 erzielte Lars Stindl nach 37 Minuten, dieser Treffer wurde aber wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Richtig aufzulösen war diese knifflige Situation allerdings kaum.

Wieder einmal steht der Video-Schiri im Fokus

Diskussionsbedarf gab es wenig später, und das nicht zu knapp. Naldo legte Stindl im Strafraum, folgerichtig zeigte Schiedsrichter Patrick Ittrich auf den Punkt. Das Foul war unstrittig, trotzdem schaltete sich plötzlich der Video-Assistent ein. Einige Stationen vor dem Foulspiel an Stindl sah man in der Kölner Zentrale ein Foul von Oscar Wendt an Daniel Caligiuri. Diese Situation hatte Ittrich aus guter Position gesehen und sofort auf weiterspielen entschieden. Nach der Kontaktaufnahme mit dem Video-Schiri wurde diese Entscheidung allerdings revidiert und somit auch der Elfmeter inklusive der gelben Karte für Naldo zurückgenommen. Da das Foul am Schalker relativ weit vom elfmeterwürdigen Einsteigen Naldos entfernt war, fand diese Entscheidung wenig Begeisterung bei den Gladbachern, die also mit dem 1-0 in die Pause gingen. Die Gladbacher Überlegenheit ging auch in der Anfangsphase der 2. Halbzeit zunächst weiter.

Vestergaards Eigentor lässt das Spiel kippen

Der Schalker Ausgleich fiel mit einer großen Portion Glück. Caligiuri’s Flanke segelte eigentlich ins Nichts, doch Gladbachs Jannik Vestergaard lenkte den Ball in der 62. Minute unglücklich ins eigene Tor. Dieser Gegentreffer wirkte sich enorm auf das Spielgeschehen aus, plötzlich übernahmen die bis zu diesem Zeitpunkt blass gebliebenen Schalker das Kommando. Guido Burgstaller hatte 2 gute Chancen, sogar noch den 2-1 Siegtreffer für seine Mannschaft zu markieren. Die Fohlenelf konzentrierte sich ab dem Ausgleich mehr und mehr auf ihre Defensivarbeit, statt selber auf das 2-1 zu spielen. Insgesamt spiegelt das 1-1 Unentschieden die Leistungen beider Teams gut wieder. Das, was die Gladbacher in Hälfte 1 an Chancen liegen ließen, versiebte S04 nach dem Ausgleich. Für Diskussionsbedarf wird weiterhin das Eingreifen des Video-Assistenten sorgen, der wieder einmal aufgezeigt hat, dass keine klaren Strukturen hinsichtlich der zu revidierenden Spielsituationen herrschen. Durch das Unentschieden geht nur einer als Gewinner hervor: Spitzenreiter Bayern München, das seinen Vorsprung auf die Verfolger, die allesamt nur einen Punkt holen konnten, weiter ausbaut.

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