Götze kritisiert Ex-Trainer

Aktualisiert Nov 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
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Mario Götze verpasst die WM in Russland. Nach einigen Verletzungen war der Dortmunder nicht in die Form gekommen, die er gebraucht hätte. Kurz vor dem Turnierstart äußert sich der Nationalspieler zur Enttäuschung und kritisiert nebenbei auch zwei seiner ehemaligen Trainer. Peter Stöger und Pep Guardiola werden mit Vorwürfen bedacht.

Noch vor vier Jahren war Mario Götze der gefeierte Held, als er das DFB-Team mit seinem Tor zum Weltmeister machte. Bis zu diesem Höhepunkt seiner Karriere lief es für ihn auch auf Vereinsebene gut. Nach seinem Wechsel zum FC Bayern 2013 erwischte er unter Pep Guardiola einen guten Start in München und legte mit zehn Toren und neun Vorlagen los. Auch seine zweite Saison lief überzeugend. Dann aber begann Götzes Leidenszeit. Die Saison 2015/16 wurde eine der schlechtesten seiner Karriere. Guardiola setzte nicht mehr auf ihn, Verletzungen häuften sich und er wurde immer unzufriedener. Er kehrte nach Dortmund zurück und wollte dort zurück zu alter Stärke finden. Aber auch in der alten Heimat besserten sich seine Auftritte nicht. Im März 2017 wurde dann eine Stoffwechselerkrankung diagnostiziert, die ihn viele Monate komplett außer Gefecht setzte.

Deutliche Kritik

Die lange Auszeit war frustrierend für Götze. „Wenn man eine Verletzung hat, ist es einfach: Der Knochen oder das Band heilt wieder, dann ist es gut. Aber zu verstehen, dass es auf einer anderen Ebene nicht rund läuft, das zu begreifen und zu verarbeiten, war die größte Herausforderung“. Wenige Wochen nach seinem Comeback wird Peter Stöger sein neuer Trainer. Obwohl Götze an sich arbeitet, ist Stöger nicht zufrieden mit ihm und gibt das auch in Interviews offen zu. „ch persönlich hätte nicht damit gerechnet, dass er mich, als mein Trainer, öffentlich so hart kritisiert. Und ich war sehr, sehr enttäuscht auch von der Art und Weise, weil es immer sehr schwierig ist, über die Öffentlichkeit zu kommunizieren. Von daher fand ich, dass es nicht die feine Art war. Ich kannte es in der Form auch nicht und habe es auch so noch nie erlebt“, kritisiert Götze seinen ehemaligen Trainer.

Schwere Zeiten unter Guardiola

Nicht nur Peter Stöger, auch sein ehemaliger Trainer beim FC Bayern wird von ihm mit Kritik bedacht. Sportlich erlebte er den Spanier sehr professionell, menschlich allerdings soll es einige Defizite gegeben haben. „Ich hatte das Gefühl, dass er nur in dem Raster denkt und den Menschen und das Drumherum außen vorlässt. Die Empathie war nicht so ausgeprägt. Für einen Weltklasse-Trainer gehört Empathie dazu, jeder Sportler ist auch Mensch und man sollte beides vereinen“. Mario Götze bereitet sich intensiv auf die neue Saison vor. Unter Lucien Favre möchte der Dortmunder endlich wieder zurück zur alten Stärke finden. Dass er nicht in Russland dabei sein kann, motiviert ihn für die kommenden Turniere. Die Stoffwechselerkrankung hat ihm gezeigt, so Götze, dass man mehr auf den Körper hören müsse. Wenn er Pausen braucht, muss man sie ihm geben. Bleibt er von Verletzungen verschont, kann der Weltmeister von 2014 in wenigen Wochen endlich wieder angreifen.

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