Gräfe: Sonderregelung für den beliebten Referee?

Gräfe Sonderregelung

Aktualisiert Apr 2021

Benjamin Dworak
Von Benjamin Dworak
Redakteur

Die wirklich guten Schiedsrichter der Bundesliga lassen sich in den letzten Jahren an der Hand abzählen. Einer davon ist ganz sicher Manuel Gräfe. Bereits seit 2004 pfeift der 47-Jährige in der Bundesliga. In diesen Tagen möglicherweise zum letzten Mal. Altersbedingt müsste Gräfe die Pfeife eigentlich an den Nagel hängen. Doch es könnte offenbar die Chance auf eine Verlängerung der Karriere geben.

Schiedsrichter sind oftmals Gesprächsthema. Allerdings meist weniger aufgrund ihrer starken Leistungen. In der Regel handelt es sich um Kritik, der die Referees ausgesetzt sind. Anders war es jüngst rund um Manuel Gräfe bestellt. Von Kickern wurde der Schiedsrichter in höchsten Tönen gelobt. Freiburgs Kapitän Christian Günter flehte gar: „Bitte lasst ihn weitermachen.“

Spieler überzeugt von Gräfe

Wenn selbst die Spieler in der Bundesliga von einem Schiedsrichter schwärmen, muss dieser etwas auf dem Kasten haben. Und Manuel Gräfe konnte sich vor warmen Worten am Wochenende kaum retten. Christian Günter erklärte gegenüber dem TV-Sender „Sky“: „Der Herr Gräfe ist einer der besten Schiedsrichter in Deutschland, wenn nicht sogar der beste. Ich würde da mal eine Lanze brechen und sagen: Bitte lasst ihn noch ein bisschen weitermachen.“ Zuspruch bekam Günter von Hoffenheim-Keeper Oliver Baumann. Der Schlussmann der TSG forderte: „Er darf nicht aufhören. Er muss weitermachen.“

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Das Problem: Gräfe hat mit seinen 47 Jahren nun fast die Altersgrenze für die Schiedsrichter im Oberhaus erreicht. Nach 17 Jahren und 287 Partien scheint das Karriereende erreicht. Gräfe selbst erklärte jüngst allerdings, gerne weitermachen zu wollen. Und das könnte offenbar tatsächlich passieren.

Schiri-Boss bestätigt Gespräche

Wie die „Bild“ berichtet, führt der DFB aktuell Gespräche mit seinen Referees. Lutz Fröhlich, Leiter der Elite-Schiedsrichter beim DFB erklärte: „Wir hatten vergangene Woche ein Gespräch mit Manuel Gräfe, Guido Winkmann und Markus Schmidt, die alle 47 Jahre alt sind und damit die Altersgrenze erreicht haben.“ Man wolle nun erst einmal die Saison abwarten, sei sich aber bewusst, dass neben dem Karriere ende auch „andere Meinungen existieren“. Für die Bundesliga jedenfalls wäre es schön, einen so starken Referee behalten zu können.

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