Hamburg gewinnt den Abstiegskrimi

Aktualisiert Nov 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Der HSV war schon abgeschrieben im Abstiegskampf, jetzt sind die Hanseaten aber wieder ein heißer Kandidat auf den Klassenerhalt. Gegen den direkten Konkurrenten aus Wolfsburg gewann Hamburg verdient mit 3:1, damit sind es nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Verliert Mainz gegen Leipzig, ist sogar Platz 15 wieder möglich.

Für beide Teams ging es um sehr viel. Die Wolfsburger hätten mit einem Sieg fast schon den Klassenerhalt feiern können, der HSV hingegen musste zwingend gewinnen, um noch eine letzte Chance zu bekommen. Im wohl wichtigsten Spiel des Jahres tauschte Bruno Labbadia seine Elf auf gleich sechs Positionen aus, unter anderem musste Daniel Didavi auf die Bank. Zu Beginn des Spiels zeigte sich schnell, dass viel auf dem Spiel steht. Beide Mannschaften gingen mit vollem Engagement in die Zweikämpfe und schenkten sich nichts. Doch schon nach zwölf Minuten wurde das dem VfL zum Verhängnis. Tisserand musste verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam Bazoer in die Partie. Beide Teams spielten nach vorne und hatten ihre Chancen. Wolfsburg hätte nach knapp 20 Minuten in Führung geben müssen, als Steffen eine Hereingabe von Verhaegh über das Tor setzte. Auch der HSH hatte gute Gelegenheiten, Wood scheiterte mit seinem Lupfer nur knapp.

Mehr Kampf, weniger Spiel

Nach einer halben Stunde schlichen sich mehr und mehr Fehler ein, die Nervosität zeigte sich auf beiden Seiten. Es deutete alles auf ein 0:0 hin, doch der HSV erwischte eine glänzende Schlussphase der ersten Hälfte. In der 43. Minute foulte Guilavogui den Hamburger Ito, folgerichtig gab es Strafstoß. Wood verwandelte den Elfmeter sicher, doch damit nicht genug. In der Nachspielzeit bereitete Ito den zweiten Treffer vor, Holtby köpfte zum 2:0 ein. Nach der Halbzeitpause mussten die Wölfe das Spiel machen, um zu Chancen zu kommen. Gute Offensivaktionen blieben aber Mangelware, dem VfL fiel nichts ein, um die Hamburger zu gefährden. Es dauerte 70 Minuten, eher Wolfsburg wieder gefährlich vor dem Hamburger Tor auftauchte. Ohne einen Fehler des HSV wären die Wölfe vermutlich nicht mehr in Tornähe gekommen. Doch in der 78. Minute traf Brekalo doch noch. Pollersbeck ließ den eher harmlosen Freistoß ins Tor rutschen.

Turbulente Schlussphase

Nach dem Anschlusstreffer kamen die Wolfsburger plötzlich zu Chancen und wollten unbedingt den Ausgleich. Richtig zwingend waren die Angriffe aber zu selten. Dafür verlor der VfL die defensive Ordnung und schenkte dem HSV ein ums andere Mal eine Chance zum vorentscheidenden 3:1, doch die Hamburger nutzten diese Gelegenheiten nicht. In der 93. Minute fiel das dritte Tor schließlich. Waldschmidt kam zu Fall und Kostic wollte das zweite Hamburger Elfmetertor verbuchen. Mit dem schwach geschossenen Strafstoß scheiterte er an Casteels, doch die Wolfsburger verteidigten im Anschluss an die Parade nicht. Fast ohne Gegenwehr konnte Waldschmidt den Sieg des HSV endgültig sicherstellen. Ausgerechnet Waldschmidt, der im Vorjahr in letzter Minute gegen den VfL getroffen hatte und den HSV damit retten konnte. Wolfsburg dagegen musste in der Relegation antreten. Ähnliches könnte jetzt passieren. Hamburg hat nur noch zwei Punkte Rückstand und kann den Klassenerhalt wieder in Angriff nehmen.

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