Hamburg will in Stuttgart etwas holen

Aktualisiert Nov 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
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Ein Sieg am Samstagnachmittag gegen den HSV bei gleichzeitigen Punktverlusten der Konkurrenz könnte Stuttgart nah an die Europapokalplätze bringen. Der siebte Rang reicht aller Voraussicht nach zur Qualifikation für die Europa League. Aktuell haben die Schwaben nur zwei Punkte Rückstand. Für den HSV dagegen gilt es, die letzte Chance auf den Klassenerhalt zu ergreifen.

Die beeindruckende Bilanz des VfB unter Tayfun Korkut hält mittlerweile seit fast genau zwei Monaten an. Beim 1:1 in Wolfsburg am 21. Spieltag dachte man nicht im Traum daran, höhere Ziele als den Ligaverbleib anzuvisieren. Der Punktgewinn bei den Wölfen war der Auftakt einer starken Serie. Fünf Siege und zwei Unentschieden holten die Stuttgarter seit Korkuts Amtsantritt. Diese Serie wollen seine Spieler auch gegen den HSV halten. Zeigen sich die Schwaben weiterhin so beständig, winkt vielleicht sogar das europäische Geschäft. Gegen die Hamburger ist man klarer Favorit. Im Hinspiel konnten die Rothosen mit 3:1 gewinnen, dieser Dreier war einer von nur vier Siegen in der gesamten Saison. Die letzten 14 Spiele ergaben lediglich fünf Pünktchen für den Tabellenletzten. Bei einer weiteren Niederlage in Stuttgart wird die zweite Liga immer realistischer für den Dino.

Enge Spiele zwischen beiden Teams

Stuttgart gegen Hamburg, die Partie verspricht seit Jahren Spannung und ein enges Spielgeschehen. Im heimischen Stadion geht der VfB meistens als Sieger hervor. Die letzten drei Duelle gingen alle an die Stuttgarter, mit 1:0 oder 2:1 allerdings auch jeweils sehr knapp. Ein Unentschieden gab es in der Mercedes Benz Arena zuletzt im Dezember 2003, ein Sieger scheint also vorprogrammiert. Auch, wenn beide im Norden aufeinandertrafen, sahen die Zuschauer so gut wie nie eine Punkteteilung. Ein 3:3-Spektakel im Oktober 2013 war das letzte Remis bis zum besagten 0:0-Unentschieden im Dezember 2003 im Schwabenland. Lässt man das 3:1 der Hamburger in der Hinrunde 2017/18 außen vor, ist die letzte Partie, in der es einen klaren Sieger gab, bereits mehr als fünf Jahre her. Alle Duelle endeten mit einem Ergebnis, das lediglich ein Tor Differenz aufwies.

Rückkehr von Filip Kostic

2012, beim 4:0 der Stuttgarter in Hamburg, zeitgleich das letzte klare Ergebnis, sahen die Zuschauer einen Aussetzer von Paolo Guerrero. Der Peruaner sprang Torhüter Sven Ulreich mit Anlauf in die Beine, völlig unbedrängt an der Eckfahne. Eine Situation, die jedem Bundesligafan bis heute im Gedächtnis geblieben ist. Für einen Hamburger könnte die Reise nach Stuttgart ungemütlich werden. Filip Kostic, 2016 mit dem VfB abgestiegen, kehrt zum ersten Mal an seine alte Wirkungsstätte zurück. Nach dem Abstieg wollte der Serbe weg aus Stuttgart. Noch VOR dem Gang in Liga zwei aber äußerte er folgenden Wunsch: „Ich will in der kommenden Saison auf jeden Fall international spielen“. Heute, zwei Jahre später, schickt sich der VfB an, die internationalen Plätze noch zu erreichen. Kostic und der HSV dagegen planen schon für die zweite Liga. Die Pfiffe aus der Kurve dürften Kostic sicher sein. Verliert er mit dem HSV auch beim VfB bei gleichzeitigen Erfolgen der Konkurrenz, wird der erste Abstieg in Hamburg wohl nicht mehr zu verhindern sein.

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