Holt Bayern Verstärkung aus Madrid?

Aktualisiert Dez 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
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Die Bayern basteln bereits jetzt am Kader für die kommende Spielzeit. In allen Mannschaftsteilen wird der Rekordmeister frisches Personal benötigen. Vor allem im offensiven Mittelfeld werden mit Arjen Robben und Franck Ribery zwei Größen wegfallen. Gerüchten zufolge sollen die Münchner beste Chancen auf eine Verpflichtung von Reals Madrids Isco haben.

Die Personalsituation beim FCB hat sich zuletzt entspannt. Thiago und Kingsley Coman haben ihre Verletzungen auskuriert und stehen wieder zur Verfügung. Nur Corentin Tolisso befindet sich nach seinem Kreuzbandriss im September noch im Aufbautraining. Trotzdem haben die Münchner den kleinsten Kader der Liga. Für die neue Saison wurde bereits eine große Shoppingtour angekündigt. Sportdirektor Hasan Salihamidzic schließt auch Wintertransfers nicht aus. „Wir sind an einigen Sachen dran und werden versuchen, etwas zu machen. Wir werden schauen, ob etwas möglich ist. In dem Wintertransferfenster ist das schon schwer“. Ein Spieler soll schon länger auf dem Wunschzettel der Bayern stehen. Ein Transfer ist aber erst für kommenden Sommer angedacht. Der spanische Mittelfeldstar Isco könnte von den Königlichen an die Isar wechseln. Gerüchten zufolge haben beide Seiten schon einmal mit einem Wechsel geliebäugelt, aber erst jetzt sollen die Annäherungen konkret werden.

Was ist dran am Gerücht?

Ein möglicher Transfer von Isco würde für die Bayern einen Rekordtransfer bedeuten. Aktuell ist der spanische Nationalspieler 90 Millionen Euro wert. Eine potenzielle Ablöse dürfte diese Summe allerdings deutlich übersteigen. Präsident Uli Hoeneß hat erst vor wenigen Wochen angekündigt, bald mehr Geld in neue Spieler investieren zu wollen. Aber wie realistisch erscheint es, dass die Münchner wirklich 100 Millionen Euro zahlen? Isco ist mit 26 Jahren im besten Fußballeralter. Den größtmöglichen Bedarf haben die Münchner auf seiner Position allerdings nicht. Nur selten bekleidet der Spanier die Position des linken Außenstürmers. Zuhause ist er im offensiven, manchmal auch zentralen Mittelfeld. Isco wäre insofern kein Nachfolger für die beiden Vereinsikonen Franck Ribery und Arjen Robben. Eine derart hohe Ablösesumme wäre für die Bayern vermutlich nur vorstellbar, wenn ein scheidender Spieler auch eins zu eins ersetzt werden könnte. Bei Isco hätten die Münchner ohnehin namhafte Konkurrenz. Die Topklubs aus England sollen an ihm interessiert sein, gleiches gilt für Juventus Turin.

Kein Stammplatz mehr in Madrid

Dass Isco sich überhaupt nach anderen Klubs erkundigt, ist auf seine aktuelle sportliche Situation in Madrid zurückzuführen. Unter dem neuen Trainer Santiago Solari gehört er nicht mehr zum Stammpersonal. In der laufenden Saison kam Isco bislang in elf Partien zum Einsatz und erzielte einen Treffer. Nur in einem einzigen Ligaspiel durfte er über die vollen 90 Minuten ran. In der Champions League stand er zuletzt nicht einmal im Kader der Königlichen. Seit mehr als fünf Jahren ist Isco bei Real unter Vertrag. Die Bayern sollen schon 2013 an ihm interessiert gewesen sein, doch damals entschied er sich für Madrid. Der italienische Transferexperte Tancredi Palmeri will wissen, dass die Münchner aktuell der Topfavorit auf eine Verpflichtung sind. Die Kontaktaufnahme soll von Seiten des FC Bayern erfolgt sein. Kommt der Wechsel tatsächlich zustande, würden die Münchner den mit Abstand teuersten Einkauf der Ligageschichte abwickeln.

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