Keine Badstuber-Zukunft in Stuttgart?

Aktualisiert Nov 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Nach einer langen Leidenszeit läuft es für Holger Badstuber beim VfB Stuttgart derzeit sehr gut. Der ehemalige Bayernspieler hält die Defensive zusammen und bleibt, für ihn noch viel wichtiger, endlich von größeren Verletzungen verschont. Seinen Rhythmus hat Badstuber also wiedergefunden, seine Klasse ist unbestritten. Wird er sich im Sommer also nach größeren Herausforderungen umschauen?

In Sachen Zweikampfstärke war es für Badstuber nicht nur eine gute, sondern sogar eine herausragende Hinrunde. 67,7 % seiner Zweikämpfe konnte der gebürtige Allgäuer gewinnen, damit hatte er den besten Wert aller deutschen Innenverteidiger. Durch die jungen Nebenleute Badstubers (Timo Baumgartl und Benjamin Pavard sind beide erst 21) gibt der 28-Jährige der Abwehr des VfB Stabilität und Sicherheit. Verläuft die Rückrunde ähnlich gut für Badstuber, stellt sich für den VfB die Frage, ob man ihn über die Saison hinaus halten kann. Auf Grund seiner vielen Verletzungen in der Vergangenheit wurde nur ein 1-Jahresvertrag abgeschlossen, verdienen soll er „nur“ rund eine Million Euro. Spielt er also auf diesem Niveau weiter, wird es viele Interessenten für ihn geben, mit denen die Stuttgarter vermutlich nicht mithalten können, was das finanzielle und das spielerische Niveau angeht.

Will Badstuber in Stuttgart bleiben?

Badstuber selbst scheint keine Eile zu haben, seine unsichere Zukunft in nächster Zeit schon zu klären. „Ich beschäftige mich nicht mit dem Gedanken, wie es im Sommer weitergeht. In den vergangenen zwölf Monaten ist für mich so viel passiert. Deswegen will ich jetzt gar nicht planen“. Dass sich der VfB über einen Verbleib Badstubers freuen wird, ist klar. Der Wunsch Badstubers, der mit dem FC Bayern große internationale Erfolge feiern konnte (2012 fehlte Badstuber im CL-Finale gesperrt, 2013 verletzt), wieder auf weltweiter Bühne für Aufsehen zu sorgen und vielleicht sogar den Sprung zurück in die Nationalelf zu schaffen, ist allerdings auch verständlich. Erst kürzlich verriet Badstuber, gerne auch als Linksverteidiger mit nach Russland zu fahren. Vieles wird auch davon abhängen, wo der VfB am Ende der Saison landen wird. Viel Abstand zu den Abstiegsrängen haben die Schwaben nicht, es ist nur schwer möglich, dass Badstuber bei einem Abstieg oder einem gerade so geschafften Klassenerhalt auf weitere Jahre in Stuttgart einlässt.

Welche Optionen hat Badstuber?

Nach seinem Aus beim FC Bayern lies Badstuber schon einmal verlauten, dass es ihn eher ins Ausland ziehen würde. Nach der kurzen Leihe zum FC Schalke wurde es doch, für viele überraschend, der VfB. Bei seinen Ansprüchen, zurück auf die große, internationale Bühne zurückzukehren, scheint ein Wechsel zu einem europäischen Top-Klub wahrscheinlich. „Ich habe Ansprüche an mich. So bin ich groß geworden. Das kann ich nicht abstellen. Ich spüre, dass die Entwicklung bei mir da ist, ich mein Potenzial wieder ausschöpfen kann. Ich hatte lange den Rhythmus nicht mehr. Jetzt ist alles gut, ich fühle mich gut. Aber es ist immer noch Luft nach oben“, so Badstuber. Stoke City und der FC Sevilla sollen vor seinem Wechsel nach Stuttgart schon an ihm interessiert gewesen sein. Gut möglich, dass beide Vereine im Sommer wieder bei Badstuber anklopfen, wenn dieser seine Form weiterhin so konstant halten kann.

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