Koen Casteels: Trauriger Torwart mit Trostpflaster? Manuel Neuers Wert wackelt

Koen Casteels VfL Wolfsburg

Aktualisiert Mrz 2021

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Nach etwas mehr als einer gespielten Stunde war es passiert. Yussuf Poulsen eilte auf und davon. Der Däne in Diensten von RB Leipzig hatte etwas Glück. Denn sein Schuss wurde noch abgefälscht. So wiederum war Koen Casteels im Tor des VfL Wolfsburg machtlos. In der 63. Minute führten die Roten Bullen mit 1:0.

Nach 90 Minuten wiederum lautete der Endstand 2:0 für die Sachsen. RB Leipzig hatte somit im DFB-Pokal nach einer guten Partie von beiden Seiten die Wölfe ausgeschaltet. Dass dies kein Spaziergang werden würde, war klar. Denn die Niedersachsen waren mit einer besonderen Serie in die Messestadt gereist. Denn in acht Pflichtspielen nacheinander kassierte die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner überhaupt keinen Gegentreffer mehr. Eine Serie ist jetzt also gerissen. Eine andere bleibt bestehen.

Immer wieder Leipzig: Die Bullen waren auch die Letzten

818 Minuten dauerte es, bis eben Poulsen die Serie ohne Gegentor bei den Wolfsburgern beendet hatte. Kurioser Weise waren es auch die Leipziger gewesen, denen es zuletzt gelungen war, den Wölfen ein Tor einzuschenken. Am 16. Januar nämlich hatte in der 1. Bundesliga Willi Orban nach 54 Minuten für Leipzig zum 2:2-Endstand in der Autostadt vollendet. Seitdem musste Keeper Koen Casteels gar nicht mehr hinter sich greifen. In sieben Ligaspielen nicht. Dazu ebenso nicht im Achtelfinale, als der VfL den FC Schalke 04 besiegt hatte.

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Nun mag es nur ein kleines Trostpflaster für den VfL Wolfsburg und insbesondere für dessen Torwart sein. Aber: Am 24. Spieltag müsste sich die TSG 1899 Hoffenheim schon sehr sputen. Denn gelingt in Sinsheim den Hausherren das 1:0 nicht in den ersten 22 Minuten, hat Koen Casteels Manuel Neuer mit 688 Minuten ohne Gegentreffer eingeholt. Aktuell stehen die Wolfsburger nämlich bei 666 Minuten. Neuer schaffte dieses Kunststück in der Saison 2014/15. Casteels wäre damit dann in den Top 5.

Fünf Torhüter sind noch besser als Koen Casteels

Bis zum amtierenden Champion der Weißen Weste ist der Weg noch etwas weiter. Nach wie vor hält Timo Hildebrand für den VfB Stuttgart diesen Rekord. Saison übergreifend hielt er 2002/03 und 2003/04 insgesamt 884 Minuten seinen Kasten sauber. Bedeutet für Koen Casteels: Es braucht noch ein zu null gegen Hoffenheim, danach auch gegen den FC Schalke 04 sowie anschließend eine knappe komplette erste Hälfte bei Werder Bremen ohne Gegentreffer.

Apropos Bremen: Die Werder-Keeper Oliver Reck (640 Minuten in der Saison 87/88) und Tim Wiese (619 Minuten in der Saison 2009/10) hat er bereits hinter sich gelassen. Die nächste Marke hält Oliver Kahn (736 Minuten) auf Platz vier, dann kommt noch einmal Neuer (770 Minuten), dann wieder Kahn (802 Minuten). Mal sehen, wohin die Reise bei dieser besonderen Statistik also noch geht. Was nicht mehr geht: Die wenigsten Gegentore in einer Saison. Den Rekord hält der FC Bayern seit der Spielzeit 2015/16 mit nur 17 Gegentreffern. Der VfL hat „schon“ 19 hinnehmen müssen. Dafür winkt ein neuer Vereinsrekord. Denn nach 23 Spieltagen liegt der bisherige Bestwert für Wolfsburg bislang bei 27 Gegentoren.

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