Kommt Witsel nach Dortmund?

Aktualisiert Nov 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
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Borussia Dortmund hat auf dem Transfermarkt noch etwas vor. Während Andre Schürrle den Verein verlassen wird, scheint Schwarz-Gelb einen Mittelfeldspieler holen zu wollen. Der Belgier Axel Witsel wird als heißer Kandidat gehandelt. Für den 29-Jährigen würde wohl eine Ablöse von circa 20 Millionen Euro nach China fließen.

Mit der belgischen Nationalelf erlebte Witsel eine starke WM. Er wurde Dritter und spielte fast immer. Nur im abschließenden Gruppenspiel gegen England nahm er auf der Bank Platz. Beide Teams waren bereits für das Achtelfinale qualifiziert, sodass er geschont werden konnte. Alle anderen Spiele bestritt er im zentralen Mittelfeld über die komplette Distanz. Witsel wurde bei Standard Lüttich ausgebildet und verließ den Verein erst 2011. Fünf Jahre lang spielte er in der belgischen Liga. Dabei kam er auf 132 Einsätze, in denen er 28 Tore schoss und weitere elf vorbereitete. Im Anschluss an seine Zeit bei Lüttich ging Witsel zu Benfica Lissabon. Obwohl es bei den Portugiesen nicht schlecht für ihn lief, wechselte er schon nach einer einzigen Saison bereits wieder. Zenit St. Petersburg zahlte stolze 40 Millionen Euro für ihn, das Doppelte seines Marktwertes.

Legionär in China

Auch in Russland setzte er sich durch. Viereinhalb Jahre lang war er Stammspieler bei Zenit. Im Anschluss daran wechselte er nach China. Den Transfer konnten die meisten Fußballfans nicht verstehen. Bei Tianjin Quanjian möchte er jetzt aber seine Zelte auch bereits wieder abbrechen. Witsel genießt nicht den besten Ruf. Mehrfach hatten internationale Topteams bei ihm angeklopft, doch er entschied sich immer dagegen. Die finanziellen Angebote aus der russischen und chinesischen Liga standen über dem sportlichen Ehrgeiz des Belgiers. „Es war eine sehr schwierige Entscheidung, weil mich ein Klub mit einem sehr großen Namen wollte. Auf der anderen Seite gab es ein Angebot, das ich im Hinblick auf die Zukunft meiner Familie einfach nicht ausschlagen konnte“. So äußerte sich Witsel des Öfteren. Mit 29 Jahren ist es jetzt seine letzte Chance, nochmal zu einem großen Verein zu wechseln, ohne dass das Geld im Vordergrund steht. Der Sechser könnte zum ersten Mal einen Titel in einer der besten Ligen der Welt gewinnen.

Dortmund oder Paris

Beim BVB stehen eigentlich genügend Mittelfeldspieler im Kader. Trotzdem möchten die Bosse einen Akteur verpflichten, der die Abwehr spielerisch unterstützt. Im Kampf um Witsel sollen die Borussen allerdings einen großen Konkurrenten haben. Auch PSG versucht Gerüchten zufolge, den Belgier zu holen. Dortmund scheint im Poker um Witsel aber vorne zu liegen. Es heißt, der BVB habe bereits ein erstes Angebot abgegeben. 20 Millionen bieten Watzke und Co. angeblich, diese Summe entspricht genau seinem Marktwert. „Wir müssen wieder eine optimalere Mischung zwischen technisch hochwertigem Fußball und Siegermentalität hinbekommen“, so Watzke. Bei der WM hielt Witsel den Edeltechnikern um Kevin de Bruyne und Eden Hazard den Rück frei und sorgte für defensive Stabilität. Lucien Favre lässt gerne ein System spielen, das dem des belgischen Trainers Roberto Martinez gleicht. Finanziell dürfte Paris ein höheres Gehalt bieten. Witsel muss sich also entscheiden, ob er mehr verdienen oder mehr spielen möchte, denn bei Paris wäre er wohl eher Ergänzungsspieler.

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