Leverkusen oder Stuttgart – wer kriselt weiter?

Aktualisiert Nov 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
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Nach der Länderspielpause eröffnen Leverkusen und Stuttgart den zwölften Spieltag. In der Bayer Arena wollen beide Teams um 20.30 Uhr gewinnen. Stuttgart steht auf dem letzten Tabellenplatz, Leverkusen steckt mit nur drei Zählern mehr ebenfalls im Abstiegskampf. Bei einer Niederlage könnte es eng für Trainer Heiko Herrlich werden.

Die bislang schwache Saison der Leverkusener ist den Fans ein Rätsel. Ihre Mannschaft spielt phasenweise sehr guten Fußball, bricht aber nur wenige Tage später wieder ein. Im Pokal demütigte Bayer die Borussia aus Mönchengladbach mit 5:0. Auch Bremen bekam die Offensivpower zu spüren und verlor mit 2:6 gegen die Werkself. Die beiden Kantersiege konnten nicht darüber hinweg täuschen, dass Leverkusen weit hinter den eigenen Erwartungen zurückbleibt. Trainer Heiko Herrlich steht folgerichtig in der Kritik. Elf Punkte aus elf Spielen bedeuten aktuell Platz 13. Nach dem aktuellen Spieltag allerdings könnte Leverkusen auf einem direkten Abstiegsrang stehen. Seit fast zwei Monaten konnte Bayer vor heimischem Publikum kein Spiel mehr gewinnen. „Wir gehen gegen den VfB mit der Devise ins Spiel, die drei Punkte unbedingt behalten zu wollen. Wir haben zu Hause bislang zu wenig Punkte geholt, das wollen wir korrigieren“, so Herrlich.

Lieblingsgegner VfB Stuttgart

Die Schwaben kommen der Werkself gerade recht, um ihren Heimfluch hinter sich zu lassen. Gegen kein Team hat Leverkusen bislang häufiger gewonnen. Von 78 Duellen gingen 36 ins Rheinland. Das entspricht einer Punkteausbeute von 127 Zählern. Damit ist der VfB Bayers absoluter Lieblingsgegner. Die starke Bilanz wird allerdings etwas getrübt. Das letzte Aufeinandertreffen ging an die Schwaben. Im April dieses Jahres siegte Stuttgart mit 1:0 in Leverkusen. Vor gut einem halben Jahr war der VfB allerdings in bestechender Form. Unter Tayfun Korkut waren sie das zweitbeste Rückrundenteam. Vor dem Stuttgarter Sieg war Bayer stolze 13 Spiele in Serie ungeschlagen gegen den Tabellenletzten. An diese Serie möchte die Mannschaft von Heiko Herrlich anknüpfen, um endlich den Weg aus der Krise zu finden. Die Tatsache, dass man gegen den 18. antritt, ist für Heiko Herrlich allerdings kein Grund zu Übermut. Der VfB konnte nach vielen Niederlagen vor der Länderspielpause endlich wieder einen Sieg einfahren.

Beide Teams unter Druck

„Gegen Nürnberg hat der VfB zuletzt gezeigt, dass er gewinnen kann. Diesen Schwung wollen sie sicherlich mitbringen. Wir müssen alles geben, um den Schwung aufzuhalten und selbst wieder in Fahrt zu kommen“, redet Herrlich den Gegner stark. Der VfB hofft auf den Einsatz von Timo Baumgartl. Der Innenverteidiger laboriert an einem Magen-Darm-Virus. Auch Stuttgarts Coach Markus Weinzierl lobt den Gegner. „In der Offensive haben sie Ausnahmespieler. Wenn man sich nur die Offensiv-Qualität ansieht, ist es eigentlich unvorstellbar, dass sie auf Tabellenplatz Nummer 13 stehen“. Dafür hat er eine Schwäche der Leverkusener ausgemacht. „Sie sind defensiv verwundbar“. 24 Gegentore kassierte die Werkself bereits. Exakt so viele, wie auch der VfB Stuttgart. Zusammen mit dem 1. FC Nürnberg stellen sie die zweitschlechteste Defensive der Liga. Sollte Leverkusen verlieren, dürfte es das letzte Spiel von Heiko Herrlich gewesen sein. Die Schwaben würden mit einem Sieg punkemäßig zu den Leverkusenern aufschließen.

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