Löw nominiert vorläufigen WM-Kader

Aktualisiert Nov 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
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Bundestrainer Joachim Löw nominierte am 15. Mai seinen vorläufigen Kader für die Weltmeisterschaft in Russland. 27 Spieler, darunter vier Torhüter, haben es ins erweiterte Aufgebot geschafft. Bis Anfang Juni muss Löw vier Spieler streichen, um seinen endgültigen 23-Mann-Kader der Fifa zu melden. Die größte Überraschung ist Nils Petersen.

Löw nominierte vorerst vier Torhüter. Marc-Andre ter Stegen, den viele als Nummer Eins sehen, ist selbstverständlich darunter. Auch Manuel Neuer bekommt eine Chance. Seit wenigen Tagen ist er beim FC Bayern wieder voll im Training. Löw möchte testen, ob sein Kapitän ohne Spielpraxis im Jahr 2018 rechtzeitig fit wird. Das Trainingslager sowie ein Testspiel sollen Auskunft über seinen Gesundheitszustand geben. Neben Neuer und ter Stegen sind auch Kevin Trapp und Bernd Leno dabei. Damit verzichtet Löw auf Sven Ulreich, der sich eine Nominierung durch eine starke Saison verdient gehabt hätte. Auch Ralf Fährmann, für viele als Kandidat gesehen, wurde nicht berücksichtigt. In der Abwehr gab es keine überraschende Nominierung. Bereits im März hatte Löw erklärt, auf den Augsburger Verteidiger Philipp Max zu verzichten und dafür Marvin Plattenhardt mitzunehmen. Mit Hummels, Boateng, Süle, Rüdiger, Ginter und Tah sind gleich sechs Innenverteidiger vorerst nominiert.

Mario Götze nicht dabei

Im Mittelfeld setzt der Bundestrainer auf den einzigen BVB-Spieler des Kaders, Marco Reus. Die letzten Turniere hatte der Dortmunder allesamt verletzt verpasst. Sein Freund und Kollege Mario Götze dagegen wird nicht mit nach Russland fahren. Die Entscheidung, so Löw, sei nicht leicht gefallen, doch Götze ist schon seit einiger Zeit nicht so gut in Form, dass eine Nominierung Sinn gemacht hätte. Auch Emre Can, ebenfalls in der Verteidigung einsetzbar, ist nicht im Kader. Bei ihm hat das Fehlen verletzungstechnische Gründe. Bislang kann Can noch nicht einmal Laufeinheiten absolvieren. Zu wenig, um noch auf den WM-Zug aufspringen zu können. Julian Brandt und Sebastian Rudy gelten als Wackelkandidaten. Rudy ist auf Grund seiner Vielseitigkeit nominiert. In Löws Aufgebot stehen mit Hector, Kimmich und Plattenhardt nur drei Außenverteidiger. Gut möglich, dass Rudys Chancen höher sind, als viele vermuten, denn der Bayernspieler kann auch als rechter Verteidiger auflaufen.

Gomez statt Wagner

Im Sturm hatten Thomas Müller und Timo Werner ihren Platz sicher. Viele rätselten, ob Löw Sandro Wagner oder Mario Gomez mitnehmen würde. Dieses Duell gewann Gomez für sich, Sandro Wagner schaffte es nicht einmal in den erweiterten Kreis. Verstehen können die Fans diese Entscheidung nur bedingt, auch Wagner selbst zeigte sich sehr niedergeschlagen beim Training des FC Bayern nach der Bekanntgabe. Auch Mark Uth und Kevin Volland machten sich vergebens Hoffnungen, dafür steht ein anderer überraschend im Kader: Nils Petersen vom SC Freiburg feiert sein Debüt bei der A-Nationalmannschaft pünktlich zur WM. Der Stürmer, der den SC Freiburg fast im Alleingang in der Bundesliga gehalten hat, ist die große Überraschung der Nominierung. Petersen war Kapitän der deutschen Olympiamannschaft, die 2016 in Rio die Silbermedaille holte und hatte den entscheidenden Elfmeter verschossen. Bei vielen Duellen, so Löw, haben nur Kleinigkeiten entschieden, wer nominiert wird. In drei Wochen wird sich zeigen, welche vier Spieler den Bundestrainer im Trainingslager nicht genug überzeugen konnten.

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