Meisterfeier in Augsburg?

Aktualisiert Nov 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Nachdem es mit der lang ersehnten Meisterfeier vor eigenem Publikum wieder einmal nichts wurde, können die Bayern in Augsburg den Sack zumachen. Ein Sieg gegen den FCA und den Münchnern ist der Titel auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Für die Augsburger scheint es nur noch darum zu gehen, welcher Mittelfeldplatz es am Ende wird.

Der frühste Meistertitel der Vereinsgeschichte wird es nicht für die Bayern. Auch die Feier im März mussten die Münchner verschieben und „müssen“ so wieder einmal in einem fremden Stadion die Meisterschaft feiern. In Augsburg genügt dem FCB auch ein Punkt, sollte der FC Schalke 04 im Abendspiel in Hamburg siegreich sein. Mit 15 Punkten Vorsprung bei noch fünf ausstehenden Partien haben die Münchner ein um fast 40 Tore besseres Torverhältnis. Stolpern die Bayern in Augsburg, könnte sich die Meisterfeier nochmal um eine weitere Woche verschieben. Für den FCA scheint das primäre Saisonziel Klassenerhalt bereits erreicht. Mit 36 Punkten liegt man im Moment im Mittelfeld der Tabelle, der Abstand auf einen direkten Abstiegsplatz beträgt ganze 16 Punkte. In Richtung Europa scheint der Zug noch nicht ganz abgefahren zu sein. Sechs Zähler Rückstand haben die Schwaben auf den Siebten Hoffenheim.

Rotation bei den Bayern?

Auch, wenn die Bayern bestrebt sein werden, ihren 28. Titel in Augsburg zu holen, wird Jupp Heynckes höchstwahrscheinlich nicht seine Top-Elf aufs Feld schicken. Nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals beim FC Sevilla ist der Halbfinaleinzug noch längst nicht in trockenen Tüchern. Im Rückspiel am kommenden Mittwoch braucht es eine konzentrierte Leistung, um die Spanier auszuschalten. Einige Stammkräfte werden in Augsburg wohl zunächst auf der Bank platznehmen, um für die Champions League fit zu sein. Gut möglich, dass Niklas Süle in der Innenverteidigung eine Chance bekommt, um Jerome Boateng oder Mats Hummels zu entlasten. Auch im defensiven Mittelfeld könnten Corentin Tolisso oder Sebastian Rudy auflaufen. David Alaba, der schon in Sevilla wegen Rückenproblemen gefehlt hatte, gehört auch nicht zum Kader für die Partie gegen Augsburg.

Sieggarant Lewandowski

Mit Dortmund und dem FC Bayern traf Robert Lewandowski bislang 13-mal auf den FC Augsburg und erzielte dabei stolze 18 Treffer bei fünf Assists. Gegen keinen Bundesligisten hat der Mittelstürmer häufiger getroffen als gegen den FCA. Zweimal blieb Lewandowski im Trikot des BVB torlos gegen die Augsburger, beide Male gab es auch keinen Sieg. Ein ähnliches Phänomen zeigt sich auch auf Seiten der Münchner. Bei der 0:1-Niederlage vor knapp drei Jahren gelang dem Polen kein Tor. Bei allen anderen Einsätzen gegen den FCA im Trikot des Rekordmeisters traf der Stürmer, seine Treffer sind also gleichbedeutend mit einem Sieg. In den letzten vier Partien gegen die Fuggerstädter traf Lewandowski immer mindestens zweimal. Aus Augsburger Sicht ruht die Hoffnung wohl darauf, dass auch im Sturm rotiert wird und Jupp Heynckes auf Sandro Wagner setzt. Die Augsburger konnten die Bayern zwar schon einmal im eigenen Stadion besiegen, jedoch zu einem Zeitpunkt, zu dem die Bayern längst Meister waren. Schwer vorstellbar also, dass sich die Münchner ihren 28. Titel kurz vor den wichtigen Spielen in der Königsklasse nehmen lassen werden.

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