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Nach Pokal-Aus: Steffen Baumgart platzt der Kragen

Steffen Baumgart Pokal-Aus Paderborn

Aktualisiert Feb 2021

Benjamin Dworak
Von Benjamin Dworak
Redakteur

Trotz Klassenunterschied konnte der SC Paderborn Borussia Dortmund im DFB-Pokal an den Rand eines Ausscheidens bringen. Nach 120 Minuten hatte allerdings doch der BVB das bessere Ende auf seiner Seite – auch wegen einer Fehlentscheidung von Schiedsrichter Tobias Stieler. Und genau die brachte Steffen Baumgart nach der Partie so richtig auf die Palme.

Eigentlich hatte Steffen Baumgart jeden Grund, gute Laune zu haben. Zwar gab es im Pokal beim BVB das Aus. Was seine Mannschaft gegenüber dem Bundesligisten zeigte, war aber erstklassig. Umso ärgerlicher, dass die Paderborner am Ende aufgrund einer Fehlentscheidung von Tobias Stieler ausschieden. Baumgart regte sich anschließend aber weniger über den Fehler auf, sondern über die Tatsache, dass Stieler die Szene nicht noch einmal überprüfen wollte.

“So machen wir uns zum Affen“ Baumgart außer sich

Es war ein bitterer Abend für den SC Paderborn. Nach dem Pokal-Aus beim BVB, der in der 95. Minute durch Erling Haaland den Siegtreffer erzielte, sprudelte es aus Baumgart nur so heraus. „Das ist eine absolute Frechheit“, so der SCP-Coach am Mikrofon im ARD. „Das ärgert mich, das ärgert mich für meine Jungs, für unsere Leistung. Das hat keiner verdient, so machen wir uns zum Affen.“ Was er meint? Eben jene 95. Spielminute, in der Haaland eigentlich im Abseits stand. Nach rund sechs Minuten Wartezeit auf eine Reaktion aus Köln gab Schiedsrichter Stieler den Treffer, ohne sich die Szene am Spielfeldrand noch einmal anzusehen.

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Besonders bitter für Paderborn: Die TV-Bilder im Nachhinein zeigen, dass Svante Ingelson am Ball vorbeirutscht und diesen eben nicht berührt. Baumgart: „Es gibt keine Berührung, keine Veränderung des Balles. Es ist nur eine Vermutung. Das ist eine Frechheit, eine absolute Frechheit, das muss ich ganz ehrlich sagen. Daraus eine Berührung des Balles zu machen, finde ich frech. Das habe ich ihm auch gesagt, dass ich das öffentlich mache, langsam wird es lächerlich.“

“Ich bin keine Aktiengesellschaft“

Grundsätzlich sei er ein Freund des Video-Beweises, erklärte Baumgart. Dieser würde viel Fairness reinbringen. Dem Schiedsrichter-Team allerdings war er mangelnden Respekt vor. „Respekt bedeutet auch, sich den Scheiß anzugucken und dann eine Entscheidung zu treffen. Das ist respektvoller Umgang mit dem Gegner.“ Für Paderborn sei es hier um rund zwei Millionen Euro gegangen. „Ich bin keine Aktiengesellschaft, wir kämpfen um jede müde Mark. Und dann kommt mir so einer so entgegen, das finde ich arrogant.“

Der DFB erklärte zur Szene noch gestern Abend bei Twitter, dass die Wahrnehmung der Schiedsrichter durch die TV-Bilder, die dem VAR vorlagen, nicht zweifelsfrei widerlegt werden. Deshalb sei die Field-Entscheidung bestehen geblieben. Schiedsrichter Stieler selbst wollte sich nach der Partie nicht äußern.

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