Nachfolger für Heiko Herrlich?

Aktualisiert Dez 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
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Bayer Leverkusen galt vor der Saison als Geheimfavorit für die deutsche Meisterschaft. Kurz vor der Winterpause stehen die Zeichen bei der Werkself auf Abstiegskampf statt Tabellenspitze. Trainer Heiko Herrlich steht mittlerweile stark in der Kritik. Kandidaten für seine Nachfolge scheinen schon bereit. Noch vor Abschluss der Hinrunde könnte Herrlich vor dem Aus stehen.

„Ich sage mal was anderes, weil sicherlich die meisten den FC Bayern nehmen: Bayer Leverkusen. Das ist eine gute Mannschaft“, hatte Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann vor der Saison gesagt. Leverkusen galt in den vergangenen Jahren stets als Favorit auf die Champions League-Plätze. Nicht selten scheiterte die Werkself dabei an ihren eigenen Ansprüchen. In der aktuellen Spielzeit ruft die Mannschaft von Heiko Herrlich ihr Potenzial nur sporadisch ab. Mit 18 Punkten steckt man in der Tabelle im Mittelmaß fest. Die Abstiegszone ist deutlich näher als der Kampf um die Meisterschaft. Nach 15 Ligaspielen stehen lediglich fünf Siege zu Buche. Sieben Spiele wurden bereits verloren. Der elfte Tabellenplatz ist eine herbe Enttäuschung für die Werkself. Nach der Europa League in der Vorsaison wollte Leverkusen 2019 unbedingt in der Königsklasse antreten.

Herrlich wackelt

Die Zukunft von Heiko Herrlich stand schon des Öfteren auf dem Spiel. Bislang konnte Bayer den Coach stets retten. Immer, wenn Herrlich am stärksten in der Kritik stand, zeigte die Mannschaft eine starke Leistung. In Leverkusen geht man davon aus, dass Herrlichs Schonfrist bald vorbei sein wird. Am kommenden Spieltag tritt das Team zum Krisengipfel auf Schalke an. Wird auch dort nicht gewonnen, stehen die Zeichen auf Trennung. Auch bei einem Sieg sitzt Herrlich nicht fest im Sattel. Die Leistungen seiner Mannschaft zeichnen sich vor allem durch fehlende Konstanz aus. Leverkusen feierte Kantersiege gegen Bremen oder Mönchengladbach und brach anschließend wieder ein. Der Vertrag von Heiko Herrlich endet im Sommer 2019. Er verlängert sich automatisch, allerdings nur, wenn die Champions League erreicht wird. Zwei abschließende Siege im Jahr 2018 könnten dem Trainer seinen Job vorerst retten. In der Rückrunde müsste Bayer direkt mit einer Serie starten, wenn die großen Ziele noch erreicht werden sollen. Sitzt Heiko Herrlich 2019 also noch auf der Trainerbank?

Rose oder Bosz?

Angeblich hat Bayer bereits zwei potenzielle Nachfolger im Blick. Der ehemalige Dortmunder Coach Peter Bosz soll ins Visier von Rudi Völler geraten sein. Bosz ist seit seiner Entlassung im Dezember 2017 ohne Job und könnte die Mannschaft direkt übernehmen. Leverkusen könnte aber einen Konkurrenten aus den Niederlanden bekommen. Der RSC Anderlecht trennte sich am vergangenen Spieltag von Cheftrainer Hein Vanhaezebrouck. Bosz soll Topfavorit auf seine Nachfolge sein. Neben Peter Bosz scheint auch der Coach von RB Salzburg im Gespräch zu sein. Marco Rose steht allerdings noch bis 2020 bei den Bullen unter Vertrag. Herrlich selbst hofft auf die Wende. „Wir haben ein tolles Spiel gesehen. Wir hatten unsere Chancen, konnten sie aber nicht nutzen und waren in den entscheidenden Situationen defensiv einen Tick zu wenig aggressiv. Es war nicht so, wie wir es gebraucht hätten“, so der Trainer nach der verlorenen Partie bei Eintracht Frankfurt. Gegen Schalke und Hertha warten zwei Endspiele auf ihn.

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