Neuer Ärger im VfB-Vorstand

Aktualisiert Feb 2019

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Neue Aufregung beim VfB Stuttgart. Nach sportlichen Rückschlägen und ständigem Abstiegskampf wird es nun auch in der Vorstandsetage unruhig. Aufsichtsrat Guido Buchwald tritt von allen Ämtern zurück. Grund dafür seien unbefriedigende Verhältnisse zwischen den weiteren Mitgliedern. Auch mit Sportvorstand Michael Reschke soll Buchwald regelmäßig Diskussionsbedarf gehabt haben.

Die Stuttgarter starteten schlecht in die Rückrunde. Zum Auftakt verloren die Schwaben mit 2:3 gegen Mainz. Am 19. Spieltag musste man sich dem FC Bayern geschlagen geben. Vergangenes Wochenende sollte im Heimspiel gegen Freiburg endlich ein Sieg her. Nach frühem Rückstand bewiesen die Stuttgarter Moral und drehten die Partie. Die Führung hielt bis zur 94. Minute, ehe der Sportclub in Person von Florian Niederlechner doch noch ausgleichen konnte. Nach dem Remis steht der VfB weiterhin auf dem 16. Tabellenplatz. Der Trainerwechsel von Tayfun Korkut zu Markus Weinzierl hat sich noch nicht bezahlt gemacht. Eine Etage höher scheint die angespannte Stimmung nun auch angekommen zu sein. Der Weltmeister von 1990, Guido Buchwald, legt seine VfB-Ämter nieder. Er wird nicht mehr im Aufsichtsrat sitzen. Auch ist Buchwald nicht länger offizieller Botschafter des Vereins. Die Stuttgarter bedauern die Entscheidung der Vereinsikone.

Gestörtes Vertrauensverhältnis

Die prekäre sportliche Lage des VfB hat mit Buchwalds Entscheidung nichts zu tun. Viel mehr seien es zwischenmenschliche Differenzen, die die Beziehung beendeten. „Nach reiflicher Überlegung und einer Nacht ohne Schlaf habe ich entschieden, von meinen Ämtern als Aufsichtsrat der VfB Stuttgart AG und Botschafter des VfB Stuttgart e.V. mit sofortiger Wirkung zurückzutreten. Der VfB lag und liegt mir immer am Herzen und deshalb ist mir der Entschluss auch nicht leicht gefallen. Aber erneute Vorwürfe, die nach dem Spiel am Sonntagabend im Aufsichtsrat aufkamen, zeigen mir, dass das Vertrauensverhältnis nachhaltig gestört ist, und versucht wird, mir die Schuld an der Situation, in der die Mannschaft steckt, in die Schuhe zu schieben“. Guido Buchwald selbst war es, der diese Meldung veröffentlichte. Beim VfB war man über diesen Schritt sehr überrascht. Die Trennung allerdings kommt nicht überraschend. Bereits vor der Winterpause herrschten Spannungen zwischen Buchwald und Stuttgarts Sportdirektor Michael Reschke.

Öffentliche Dispute

Vor drei Monaten äußerte sich Buchwald zur Vertragssituation des entlassenen Coaches Tayfun Korkut. Dessen Kontrakt war wenige Monate vor seinem Ende noch verlängert worden. Buchwald kritisierte Michael Reschke und sprach einigen Mitgliedern im Aufsichtsrat ihre Kompetenz ab. Nach den Diskussionen musste er sich öffentlich entschuldigen, um seine Ämter behalten zu dürfen. „Ich habe mit dem Präsidenten, dem Präsidium und dem Vorstand intensive Gespräche geführt und erklärt, dass meine aus einer Emotion heraus getätigten medialen Äußerungen ein Fehler waren, den ich sehr bedauere. Ich habe nach wie vor vollstes Vertrauen in die Arbeit von Michael Reschke, seinen Vorstandskollegen und der Vereinsführung“, so Buchwald im Dezember 2018. Das zitierte Vertrauen hat der Weltmeister offensichtlich wieder verloren. Der VfB muss nun also sowohl personelle als auch sportliche Unruhen bewältigen, um dem Abstiegskampf endlich zu entkommen und den Klassenerhalt zu sichern.

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