Ralf Rangnick: Zu jung, um nicht wieder Trainer zu werden

Fußball Nachrichten

Aktualisiert Dez 2017

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Ralf Rangnick, Sportdirektor des Bundesligisten RB Leipzig, hat nicht ausgeschlossen, dass man ihn bald wieder als Trainer erlebt. „Ich bin einfach noch zu jung“, sagte er der Bild Zeitung. Grund für diese Aussage war die Verlängerung seines ursprünglich noch bis zum Sommer 2019 laufenden Vertrages. Er unterschrieb am vergangenen Sonntag ein Papier, dank dem er zwei weitere Jahre in seiner aktuellen Funktion wirken kann.

Dass Verträge im Fußball nicht zwingend über ein Haltbarkeitsdatum verfügen, ist allseits bekannt. Ralf Rangnick wird wissen, dass er die gleichen Voraussetzungen wie in Leipzig nicht überall vorfindet. Also wird er sich den angedeuteten Schritt zurück auf die Trainerbank genau überlegen. Am realistischsten erscheint aktuell die Variante, dass es mit Trainer Ralph Hasenhüttl aus welchen Gründen auch immer nicht weitergeht. Dessen Name wurde zum Beispiel bereits als möglicher nächster Bayern-Trainer genannt, doch das sind die üblichen Gerüchte. Sollten diese sich jedoch als wahr herausstellen, wäre der potenzielle Nachfolger bereits im Verein. Es wäre nicht das erste Mal, dass Rangnick von seinem Schreibtisch auf den RB-Trainingsplatz wechselt. Die Vergangenheit lehrt, dass er als Trainer mehr als eine Verlegenheitslösung ist.

Professor Rangnick bei Red Bull

Bei Red Bull bzw. RB Leipzig hat Rangnick eine erfolgreiche Vergangenheit. Er wurde Ende Juni 2012 Sportdirektor beim FC Red Bull Salzburg und war parallel zuständig für die Entwicklung von RB Leipzig. Auf diesen aufstrebenden Verein im Osten des Landes fokussierte sich Rangnick zusehends und übernahm in der Saison 2015/16 die Position des Trainers. Am Ende stand der Aufstieg in die Bundesliga. Dass der seit den späten neunziger Jahren vom Spitznamen „Fußballprofessor“ begleitete Fachmann die Arbeit mit den Spielern liebt, ist zu vermuten. Fraglich ist, wie er seine Ambitionen als Trainer mit dem neu unterschriebenen Vertrag vereinbaren kann. Dass es in der nicht weit zurückliegenden Vergangenheit immer mal wieder Gerüchte um ihn gab, sollte nicht vergessen werden. Beispielsweise war Ralf Rangnick vor kurzem noch als neuer englischer Nationaltrainer im Gespräch.

Ein Rückblick auf die Rangnick-Karriere

Seine Karriere im Fußball begann Ralf Rangnick 1975 bei den Amateuren des VfB Stuttgart. Er spielte dort drei Jahre, ehe er für eine Saison nach England wechselte. Es folgten zwei Jahre beim VfR Heilbronn und eine Saison beim SSV Ulm. Danach spielte er in seiner Heimatstadt Backnang beim FC Viktoria und für eine Saison beim TSV Lippoldsweiler, wo er ebenso wie in Backnang zeitgleich seine ersten Erfahrungen als Trainer sammelte. Es folgten Stationen beim VfB Stuttgart, SC Korb und SSV Reutlingen 05, ehe er 1997 den SSV Ulm 1846 übernahm. Im Mai 1999 stieg man gemeinsam in die Bundesliga auf. Nach Stationen beim VfB Stuttgart und Hannover 96 übernahm Rangnick 2004 den FC Schalke 04. Von 2006 bis 2011 führte er die TSG 1899 Hoffenheim in die Bundesliga. Die folgende Rückkehr nach Schalke endete freiwillig aufgrund eines Burn-Out. Damit schien die Trainerkarriere beendet. Doch ein neues Projekt erwartete ihn…

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