Schalke 04: Zerstritten wegen Gehaltsverzicht?

Schalke 04 Streit Gehaltsverzicht

Aktualisiert Nov 2020

Benjamin Dworak
Von Benjamin Dworak
Redakteur

Freudestrahlend teilte der FC Schalke 04 in Persona von Sportvorstand Jochen Schneider vor einiger Zeit die Einigung über einen Gehaltsverzicht mit. Laut Schneider sei demnach das gesamte Team dem gegenüber positiv gestimmt gewesen. Aber stimmt das wirklich? Offenbar nicht so ganz. Es soll aufgrund dieser Forderung im Klub heftig gekracht haben.

Die Schalker Profis erklärten sich im Zuge der Corona-Pandemie bereit, auf rund zehn Prozent ihres Gehalts zu verzichten. Das erklärte Sportvorstand Jochen Schneider vor einiger Zeit den Medien. Was der Boss aber offenbar verschwieg: Die Verhandlungen gestalteten sich äußerst zäh. Das berichtet jedenfalls die „Bild“-Zeitung.

“Positive Haltung des ganzen Teams“

„Es ist mir ein ausdrückliches Anliegen, hier auch die Zusammenarbeit mit dem Mannschaftsrat und die Haltung des gesamten Teams positiv zu erwähnen“, hatte Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider gegenüber der „WAZ“ zum Gehaltsverzicht beim Klub erklärt. Doch so harmonisch wie Schneider behauptet, soll es laut Informationen der „Bild“-Zeitung gar nicht zugegangen sein. Die Zeitung berichtet davon, dass die ungeplante Gehaltskürzung die Profis in zwei Gruppen gespalten habe. Auf der einen Seite die Befürworter. Auf der anderen Seite die Ablehner. Die wiederum beriefen sich offenbar auf eine noch ausstehende Zahlung des Vereins.

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Konkret geht es um Ex-Manager Christian Heidel, der im Februar 2019 bei Schalke gekündigt hat. Dieser soll den Kickern mündlich eine Prämie von rund 80.000 Euro für die Teilnahem an der Champions League 2018/19 versprochen haben. Gezahlt wurde die Prämie, die mindestens acht Kickern zustehen soll, offenbar bis heute nicht. Darüber hinaus ärgern sich die Profis laut des Berichts darüber, dass die Knappen für Scheidungen von ehemaligen Spielern und Trainern noch mächtig tief in die Tasche greifen müssen. So kostet Ex-Coach David Wagner den Verein zum Beispiel rund 200.000 Euro im Monat.

Sportliche Krise und finanzielle Krise: Sorgen auf Schalke

Dass man sich im Verein dennoch auf die zehn Prozent Verzicht einigen konnte, soll laut „Bild“ mit der Angst der Spieler vor Schneider zu tun haben. Diese hätten sich nicht getraut, ihm die Kritik konkret mitzuteilen und nahmen den Verzicht stattdessen an. Kein Harmonie, keine Punkte. Es sieht für den FC Schalke 04 derzeit nicht gut aus.

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