Sparsame Bundesliga

Aktualisiert Okt 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Das Transferfenster in Deutschland schließt am 31. August. In den anderen Topliegen haben die Mannschaften nicht mehr lange Zeit, neue Spieler zu verpflichten. Im Vergleich zu England, Spanien und Italien ist die Bundesliga sehr sparsam. Bislang wurde kaum Geld für Transfers investiert. Vor allem der FC Bayern hält sich zurück.

Die 18 Bundesligisten haben bislang 446 Millionen Euro ausgegeben. Allein Neymar hat vergangene Saison 222 und damit die Hälfte des gesamten Bundesliga-Betrages gekostet! Vergleicht man die deutsche Summe mit den drei anderen Topligen, kann Deutschland nicht mithalten. Die Klubs der Primera Division zeigten sich zwar auch sparsam, toppen die Bundesliga aber trotzdem. 690 Millionen Euro flossen bislang, um neue Stars für Real Madrid, Barca und Co. zu finanzieren. Die italienische Serie A dagegen war auf größerer Shopping-Tour. Eine Milliarde gaben die Vereine für ihre Neuzugänge aus. Hervorzuheben ist Juventus Turin. Mit Cristiano Ronaldo, Joao Cancelo, Douglas Costa und Leonardo Bonucci kamen gleich vier Spieler, die zwischen 35 und 117 Millionen kosteten. Das meiste Geld wird, wie es zu erwarten war, in der Premier League gezahlt. Mehr als 1,1 Milliarden Euro kosteten die neuen Stars der großen Klubs.

Die Bundesliga will nachziehen

Borussia Dortmund führt die deutsche Rangliste momentan an. Mit Thomas Delaney, Axel Witsel und Abdou Diallo kaufte der BVB drei Spieler, die zusammen über 70 Millionen Euro kosteten. Bei den übrigen 17 Klubs ging es sparsamer zu, mehr als 42 Millionen wollte bislang noch niemand ausgeben. Gründe für die vorsichtigen Ausgaben gibt es viele. „Bei uns sitzt das Geld nicht ganz so locker wie anderswo“, so Wolfsburgs Manager Jörg Schmadtke. Es ist allerdings damit zu rechnen, dass es noch den ein oder anderen Transfer geben wird. In England schließt das Transferfenster bereits am 9. August. „Mit dem 9. August fällt bei Spielern, die du haben willst, für abgebende Vereine das preistreibende Faustpfand England weg“, sagt Rouven Schröder, Sportvorstand bei Mainz 05. Der Bundesliga hilft der frühe Wechselstopp der Engländer also. Die Dortmunder brauchen dringend einen neuen Mittelstürmer. Ein Nachfolger von Michy Batsuhayi wird den BVB einige Millionen kosten.

Keine Ausgaben beim FC Bayern

Die Dortmunder führen das Ausgaben-Ranking der Bundesliga an. Auf dem letzten Platz: Meister Bayern München. Keinen einzigen Cent haben die Münchner bislang für neue Spieler ausgegeben! Leon Goretzka kam ablösefrei von Schalke 04. Renato Sanches kehrt nach einer Leihe zurück. Serge Gnabry wurde bereits vor einiger Zeit gekauft und spielt nach den Stationen Bremen und Hoffenheim, die ihn ausgeliehen hatten, endlich in München. Der junge Kanadier Alphonso Davies wurde verpflichtet, die Ablöse von zehn Millionen wird aber nicht mehr in dieser Transferperiode fällig. Eingenommen haben die Bayern 18 Millionen durch den Verkauf von Arturo Vidal sowie 40 Millionen durch die beendete Leihe von Douglas Costa. Juventus Turin zog beim Brasilianer die Kaufoption. Die Fans des FCB wünschen sich noch einen Toptransfer. Nachdem die Engländer nicht mehr ins Geschehen eingreifen dürfen, ist es gut möglich, dass Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge in den verbleibenden drei Wochen noch einen Topstar verpflichten wollen.

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