Stuttgarts Tauziehen um Pavard

Aktualisiert Nov 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
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Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart kann ein großer Gewinner der Weltmeisterschaft werden. Für die Schwaben bedeutet das starke Turnier allerdings, dass sie sich auf viele Interessenten einstellen müssen. Schon vor der WM stand der junge Innenverteidiger im Fokus. Nach der Weltmeisterschaft dürften einige Angebote bei Michael Reschke eingehen.

Pavard spielt seit zwei Jahren in Stuttgart. Nach einem Jahr in der zweiten Liga stellte er seine Klasse im Oberhaus unter Beweis. Der Lohn für die starke Saison war die Nominierung für den französischen WM-Kader. Das Aufgebot Frankreichs beinhaltet nur Spieler der großen Klubs. Der VfB Stuttgart ist in Gesellschaft von Barcelona, Real, PSG, Chelsea, Juventus und vielen anderen. Neben Pavard ist aus der Bundesliga noch Corentin Tolisso vom FC Bayern dabei. Im Gegensatz zu Tolisso, der keinen Stammplatz hat, spielt Pavard immer. Nicht viele hatten ihm zugetraut, bei seinem ersten Turnier gleich eine tragende Rolle zu spielen. Anders als beim VfB spielt er für Frankreich auf der rechten Verteidigerposition. Alle neun Länderspiele bestritt er als Rechtsverteidiger. Obwohl er mit einer Größe von 1,86m sehr groß für einen Außenverteidiger ist, glänzt er bei der WM mit Übersicht und starkem Stellungsspiel.

Die WM schraubt den Marktwert nach oben

Pavards aktueller Marktwert beträgt 30 Millionen Euro. Nach der Weltmeisterschaft dürfte die Summe allerdings deutlich nach oben gehen. Wird er mit Frankreich sogar Weltmeister oder erreicht zumindest das Finale, bringt das noch einmal ein paar Millionen. Bereits im März diesen Jahres kündigte Stuttgarts Sportvorstand Michael Reschke an, Pavard nicht für 30 Millionen Euro zu verkaufen. Dieser Preis ist mittlerweile nicht mehr aktuell. Reschke aber bleibt bei seiner Meinung. „Wir werden Benjamin Pavard in diesem Jahr definitiv nicht für 50 Millionen Euro verkaufen“. Der VfB wird alles versuchen, um den Spieler halten zu können. „Wir setzen alles daran, dass er ein weiteres Jahr bei uns spielt“. Pavards Vertrag läuft noch bis Sommer 2021, eine Ausstiegsklausel für eine relativ geringe Ablösesumme gibt es nicht. Nach dem Turnier, so Reschke, werde es Gespräche mit Pavards Berater geben. Ein Verkauf ist aber ausgeschlossen, obwohl Stuttgart mehr Geld kassieren könnte, als jemals zuvor.

Pavard möchte international spielen

Der VfB Stuttgart hat das letzte Wort und muss einem gewünschten Wechsel nicht zustimmen. Benjamin Pavard hat aber bereits vor dem Start der WM geäußert, dass er so bald wie möglich auf der internationalen Bühne spielen möchte. Das kann ihm der VfB nicht bieten. Zwar ist man in der Liga Siebter geworden, da aber Eintracht Frankfurt den Pokal geholt hat, darf man nicht in der Europa League antreten. Für Michael Reschke wird der Wunsch seines Spielers aber vorerst nicht in Erfüllung gehen. „Wir sind bereit, eine Lösung für den 1. Juli 2019 zu finden. Mit einem Klub, der sauber und korrekt mit uns zusammenarbeitet“. Nach seinem Traumtor im Achtelfinale gegen Argentinien wird er noch mehr in den Fokus der großen Vereine rücken. Angeblich sind PSG und Manchester United interessiert, auch der FC Bayern soll an ihm dran sein. Obwohl Stuttgart ihn nicht verkaufen möchte, könnte ein Angebot um die 80 Millionen eventuell dazu führen, den Spieler doch abzugeben.

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