Super League soll kommen: Zwölf Vereine lassen die Maske fallen, drei sollen noch folgen!

Super League

Aktualisiert Apr 2021

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Das könnte ein ganz schmutziger Kampf werden. Ein Kampf, bei dem es eigentlich nur Verlierer geben wird. Und der größte Verlierer wäre definitiv der Fußball. Denn während die UEFA alles daran setzt, eine Reform für die Champions League auf den Weg zu bringen, formieren sich einige Spitzenvereine in Europa. Sie wollen ihre eigene Super League gründen. Geht das wirklich gut?

Am Sonntag Abend machten die abtrünnigen Vereine ihre Absichten ganz offiziell öffentlich. Zuvor waren bereits einige Details durchgesickert. Der größte Hammer: Diese geplante Super League solle „so bald wie möglich“ schon starten. Also kann das kaum anders interpretiert werden als: Anpfiff in der Saison 2021/22! 15 Vereine sollen am Ende zu den Gründungsmitgliedern gehören. Fünf weitere Clubs können sich aufgrund ihrer sportlichen Leistungen qualifizieren. Wie eine solche Super League Qualifikation allerdings aussehen soll, darüber wird in diesem ersten Statement noch geschwiegen.

Sextett kommt aus der englischen Premier League

Stattdessen lassen die Vereine ihre Maske fallen, die hinter den Plänen stecken. Gleich sechs Teams kommen aus der Premier League. Namentlich sind das der FC Liverpool, die beiden Stadtrivalen Manchester United und Manchester City, Tottenham Hotspur, sowie weitere Londoner Clubs, nämlich der FC Arsenal und der FC Chelsea. Je drei Vertreter kommen aus Spanien und Italien. Von der iberischen Halbinsel sind es die üblichen Verdächtigen: Real Madrid, Atletico Madrid und natürlich der FC Barcelona. Aus der Serie A sind es die Renommier-Clubs Juventus Turin sowie die beiden Mailänder Clubs Inter und der AC Milan.

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Welche drei weiteren Gründungsmitglieder die geplante Super League ergänzen sollen, ist nicht bekannt. Ob sich am Ende doch noch Teams aus der 1. Bundesliga anschließen, ist nicht genannt. Denn völlig unabhängig davon, ob dieser Wettbewerb jetzt Sinn macht oder überflüssig ist: Bayern München fehlt in solch einer Riege an Spitzenteams schon. Ebenso verwundert, dass offenbar Paris Saint-Germain in dieser illustren Runde fehlt.

UEFA droht mit Ausschluss, FIFA mit Sperren für die WM

Dass die UEFA nichts von diesen Plänen hält, verwundert wenig. Der Verband kündigte bereits an, die Vereine in solch einem Fall von ihren UEFA-Wettbewerben auszuschließen. Also würden die genannten Clubs dann definitiv nicht mehr in der Champions League spielen. Einmal abgesehen davon, ob das überhaupt terminlich noch möglich gewesen wäre. Unterstützung bekommt die UEFA dabei auch vom Weltverband FIFA. Der hat bereits laut darüber nachgedacht, aktive Spieler, die in einer europäischen Super League am Ball sein werden, für eine Fußball-Weltmeisterschaft zu sperren.

Derweil argumentieren die Vorreiter des geplanten neuen Wettbewerbs wie folgt: „Die Pandemie hat gezeigt, dass eine strategische Vision und ein nachhaltiger wirtschaftlicher Ansatz erforderlich sind.“ Den solle die Super League garantieren, ohne dabei „das Herz des Vereinsfußballs zu beeinträchtigen“. Aber wenn etwa in einer Super League ohnehin sechs englische Teams kicken, welchen Stellenwert hat dann tatsächlich noch die Premier League? Und wenn in La Liga sowieso Real, Atletico und Barca den Titel Jahr für Jahr unter sich aus machen, warum sollten sie sich ständig noch in solch einer Super League messen? So oder so – es bleibt spannend!


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