Thioune weg, Terodde geht, Störche siegen: Eine Woche zum Vergessen für den HSV

Holstein Kiel 2:0 Sandhausen

Aktualisiert Mai 2021

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Im hohen Norden regiert mal wieder das Chaos. Der Hamburger SV schafft sich nicht zum ersten Mal selbst ab. Denn die Rückkehr in die 1. Bundesliga rückt immer mehr in weite Ferne. Das große Ziel haben die Hamburger, die so stark in die Saison 2020/21 gestartet waren, mittlerweile aus den Augen verloren. Und das wiederum in einem rasanten Tempo. In den letzten Tagen jagte eine Schlagzeile die nächste.

Erst schnappte Schalke 04 den Rothosen Simon Terodde weg. 21 der 60 Treffer hat der 33-jährige Stürmer immerhin erzielt. Drei Mal wurde Terodde bereits Torschützenkönig in der 2. Bundesliga. Mit den aktuell 21 Treffern liegt er nun gemeinsam mit Serda Dursun wieder vorne. Jener Dursun also, den die Hamburger am liebsten als Ersatz von Darmstadt 98 verpflichten würden. Doch offenbar gibt es auch Interessenten aus der Türkei. Und zu sehr darf dieses Thema auch nicht in den Fokus rücken. Denn es geht aktuell um wichtigere Dinge. Denn nur einen Tag nach der Terodde-News trennten sich die Rothosen auch von ihrem Trainer.

Horst Hrubesch übernimmt im Volkspark

Daniel Thioune hatte im Volkspark keine Zukunft mehr. Die Ergebnisse, die der HSV zuletzt erzielte, waren schlechte Argumente. Horst Hrubesch soll die Mannschaft jetzt bis zum Saisonende übernehmen, um vielleicht doch noch das Unmögliche möglich zu machen. Fünf Mal in Serie gewann Hamburg nun schon nicht mehr. Bei Jahn Regensburg und gegen den Karlsruher SC verpasste der HSV den Turnaround, nachdem zuvor sogar gegen Darmstadt 98 und beim SV Sandhausen je 1:2 unterlegen war.

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Jonas Boldt, seines Zeichens Sportvorstand, erklärte den Trainerwechsel drei Spieltage vor dem Saisonende wie folgt. Er sei zwar nach wie vor der Überzeugung, „dass Daniel ein richtig guter Trainer ist“. Aber auch Boldt habe nicht übersehen, dass dieser zuletzt „ein Stück weit von seinem Weg abgekommen. Uns ist klar geworden, dass ein unbelasteter Start in die neue Saison nicht möglich ist, deshalb war klar: Dann müssen wir es sofort machen.“ Und so stellte sich Vereinslegende Horst Hrubesch als Feuerwehrmann zur Verfügung.

Holstein Kiel jetzt wieder Dritter – mit noch zwei Nachholspielen

Löschen konnte er am Dienstag Abend aber auch nicht. Hilflos musste Hrubesch mit zuschauen, wie Holstein Kiel die 0:5-Packung im Pokal-Halbfinale bei Borussia Dortmund offenbar gut verdaut hat. Die Störche besiegten nämlich in einem Nachholspiel den SV Sandhausen mit 2:0 und kommen nun auf 53 Punkte. Das ist bereits jetzt schon einer mehr als die Hamburger gesammelt haben, die damit auf Rang vier abrutschten. Und Holstein Kiel hat immer noch zwei Begegnungen nachzuholen! Da muss der HSV am Freitag also ausgerechnet Stadtrivale FC St. Pauli wohl oder übel die Daumen drücken. Die Kiez-Kicker sind der nächste Gegner der Störche. Die Rothosen schließen den 32. Spieltag erst am Montag gegen den 1. FC Nürnberg ab.


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