Torloses Remis zwischen Stuttgart und Leipzig

Aktualisiert Nov 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
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Die Partie zwischen dem VfB Stuttgart und RB Leipzig am Sonntagnachmittag endete mit einem leistungsgerechten 0:0-Unentschieden. Über weite Strecken war das Spiel von taktischen Zügen geprägt, auf den Sieg drängten beide Teams nicht. Leipzig hat mit dem einen Punkt den Kontakt zu den Champions-League-Plätzen nun abreißen lassen müssen.

Die Anfangsphase in Stuttgart gehörte den Leipzigern. Nach dem 2:1-Sieg in der Europa League gegen Zenit St. Petersburg rotierte Ralph Hasenhüttl und brachte gleich fünf neue Spieler: Konaté, Bernardo, Lookman, Sabitzer und Poulsen spielten für Laimer, Upamecano, Forsberg, Bruma und Augustin. Trotz Spielfreude und guter Offensivaktionen sprang aber keine 100%ige Torchance für die Sachsen heraus. Der VfB stand wie gewohnt sicher und wartete seinerseits auf Kontergelegenheiten. Nach den ersten zehn Minuten verpufften die Leipziger Angriffsversuche und das Spielgeschehen fand nur noch im Mittelfeld statt. Intensiv geführte Zweikämpfe und taktische Spielchen verhinderten ein Offensivspiel. Torgefahr entstand nur nach sehr seltenen Fehlern oder einer Standardsituation. Einzig Timo Werner kam kurz vor der Halbzeit zu einer guten Chance, verpasst das 1:0 aber klar. Mit einem wenig attraktiven 0:0 ging es folglich in die Kabine.

Wenig Veränderung in der zweiten Hälfte

Aus spielerischer Sicht konnte die zweite Halbzeit nur besser werden. Die Leipziger blieben das etwas offensivere Team, doch großer Drang nach vorne stellt sich weiterhin nicht ein. Nach einer knappen Stunde hatte Poulsen zwei gute Gelegenheiten, doch beide Male vergab der Stürmer. Der VfB blieb nach Kontern zwar gefährlich, hatte aber nur wenige Gegenstöße zu bieten. In der Schlussphase wollte RB den Dreier einen Tick mehr, trotzdem blieb Stuttgart torgefährlich bei Kontergelegenheiten. Nachdem Keita und Orban in den letzten zehn Minuten scheiterten, blieb es letztendlich beim verdienten 0:0. Dieses Ergebnis hilft den Stuttgartern weitaus mehr als den Sachsen. Durch die Siege von Dortmund und Schalke beträgt der Abstand zu den direkten Champions-League-Plätzen nun schon fünf bzw. sechs Punkte. Der VfB dagegen kann mit dem einen Punkt gut leben. Zwar sieht es vorerst nicht nach dem europäischen Geschäft für die Schwaben aus, dafür liegt man im gesicherten Mittelfeld und ist dem Abstiegskampf in den letzten Wochen entkommen.

Beide Serien halten

Durch das Remis gegen RB bleiben die Stuttgarter unter Trainer Tayfun Korkut weiterhin ungeschlagen. Vier Siege und zwei Unentschieden gab es unter dem Coach bislang, durch diese starke Serie sammelte der VfB entscheidende Punkte gegen den Abstieg und hat sogar Tuchfühlung zu den oberen Rängen. Die Ungeschlagen-Serie hat also weiterhin Bestand. Auch die starke Defensive unter Korkut zeigte sich erneut, nur drei Gegentreffer in den letzten sechs Partien bedeuten die mittlerweile zweitstärkste Abwehr hinter dem FC Bayern. Auch die Leipziger Serie hielt, wenn auch im negativen Bereich. Seit nun mehr vier Spielen warten die Sachsen schon auf einen Dreier in der Liga, solange waren sie in ihrer kurzen Bundesligahistorie noch nie sieglos. Immerhin: Nach zwei Niederlagen gegen Frankfurt und Köln gelang gegen Dortmund und jetzt Stuttgart ein Punktgewinn. Will Leipzig die Champions League noch erreichen, müssen sie nun schon auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Nächste Woche geht es ausgerechnet gegen den FC Bayern, wenn die Hoffnung auf drei Leipziger Punkte endlich Erfolg haben soll.

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