Wechselt Thiago oder bleibt er?

Aktualisiert Nov 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Im Mittelfeld des FC Bayern herrscht aktuell ein zu großes Angebot an Spielern. Obwohl die Münchner immer wieder mit namhaften Neuzugängen in Verbindung gebracht werden, sollen eher Spieler gehen, als welche dazukommen. Unter den potenziellen Abgängen könnte auch Thiago sein. Um den Spanier gibt es seit einiger Zeit Gerüchte.

Vor fünf Jahren wechselte Thiago vom FC Barcelona zu den Bayern. Pep Guardiola, unter dem er bereits in Spanien gearbeitet hatte, war damals der Trainer der Münchner. „Thiago oder nichts“, soll Guardiola den Bossen gesagt haben. Er wollte Thiago unbedingt verpflichten. Bei den Katalanen gehörte er nicht immer zur ersten Elf und war unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten. Die Ablöse betrug damals „nur“ 25 Millionen Euro. Heute ist Thiago stolze 60 Millionen wert. Seine erste Saison bei den Bayern war geprägt von Verletzungen, nur 16 Spiele konnte er in der Bundesliga absolvieren. Auch die wichtigen Spiele in der Champions League fanden ohne ihn statt. Durch seinen Innenbandriss, den er sich gegen Ende der Saison 2013/14 zuzog, fehlte er fast die komplette folgende Spielzeit. Lediglich sieben Ligaspiele standen 2014/15 auf seiner Agenda.

Bewunderung und Kritik

Welches Potenzial im kleinen Spanier schlummert, zeigte sich, als er endlich von Verletzungen verschont blieb. 2016 gewann er mit den Bayern das Double und war einer der wichtigsten Spieler der Elf von Pep Guardiola. Als Guardiola die Bayern nach drei Jahren verließ, glaubten viele, dass auch Thiago seien Weg einschlagen würde. Guardiola hält große Stücke auf seinen einstigen Spieler. Carlo Ancelotti aber setzte den Mittelfeldstar ebenfalls oft ein. Ein Kritikpunkt blieb an ihm hängen: Er spielt einen technisch brillanten Fußball, taucht allerdings zu oft in den großen Spielen ab. In der vergangenen Saison hatte er wieder einmal mit dem bekannten Verletzungspech zu kämpfen. Nach nun fünf Jahren an der Isar soll Thiago wieder zurück in seine spanische Heimat wollen. Obwohl er sich in München wohlfühlt, bleibt der FC Barcelona sein Traumverein. Die Fans des deutschen Rekordmeisters sind zwiegespaltener Meinung. Für viele fehlt es Thiago an Kampfgeist und Bereitschaft für Zweikämpfe in engen, harten Spielen. Technisch bietet das Mittelfeld der Münchner kaum einen Besseren.

Möchte auch der FC Barcelona das Comeback?

Ein offizielles Angebot für Thiago soll den Bayernbossen noch nicht vorliegen. Uli Hoeneß ließ nun aber verlauten, dass der Kader definitiv verkleinert werden soll. „Wir werden sicherlich nicht die größten Transfers zu uns machen, sondern wenn möglich, größere Transfers von uns weg. Wir werden bis spätestens Weihnachten ein, zwei, drei Spieler abgeben müssen“. Die Gerüchte um James Rodriguez dementierte Hoeneß vehement, er werde definitiv beim FC Bayern bleiben. Bei Thiago aber wäre man wohl gesprächsbereit. Die Münchner werden vermutlich eine Ablöse verlangen, die im Bereich des Marktwertes liegt. 60 Millionen Euro müsse Barca also für den Spanier zahlen. Ein Grund für einen Wechsel: Thiagos Bruder Rafinha. Der 25-Jährige spielt auch bei den Katalanen. Im Mittelfeld ist Barcelona genauso gut besetzt, wie auch der FC Bayern. Für Thiago heißt das also: Konkurrenzkampf. In München oder Barcelona wird er sich durchsetzen müssen.

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