Weigl nach Paris?

Aktualisiert Nov 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
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Borussia Dortmund liebäugelt mit einer Verpflichtung von Axel Witsel. Sollte der Belgier tatsächlich kommen, könnte das mit einem Verkauf von Julian Weigl zusammenhängen. Für den jungen Mittelfeldspieler gibt es mit Paris PSG einen finanzstarken Interessenten. Der neue Trainer der Franzosen kennt Weigl gut und hat die Gerüchte nicht zwingend dementiert.

Julian Weigl kam vor drei Jahren nach Dortmund. Damals war er gerade einmal 19 Jahre alt und hatte keine Bundesligaerfahrung. Dafür brachte der Youngster schon Führungspotenzial mit. Als 18-Jähriger wurde er neuer Kapitän beim TSV 1860 München. Nach zwei Niederlagen musste er seinen Platz schon wieder räumen. Die Degradierung des jungen Talents hatte für viel Aufregung gesorgt. Solch eine Erfahrung könne eine ganze Karriere zerstören, monierten viele Experten. Weigl aber biss sich durch und nahm wichtige Dinge aus dieser Situation mit. „Ich bin dadurch gereift. Ich bin an die Kapitäns-Geschichte damals vielleicht auch zu naiv rangegangen, habe es mir einfacher vorgestellt als es wirklich war“. Schnell wurde klar, dass Weigl ein Mann für die Bundesliga ist. Bei den Münchner Löwen war das Potenzial dafür nicht vorhanden, weswegen sich der Mittelfeldspieler dem BVB anschloss.

Tuchel setzte schnell auf ihn

Seine erste Bundesligasaison startet besser, als er es sich hätte erträumen können. Er gewinnt mit dem BVB gleich zu Beginn fünf Spiele in Folge und steht dabei in vier Partien über 90 Minuten auf dem Feld, nur einmal wird er nach einer guten Stunde ausgewechselt. Er avanciert sofort zum Stammspieler und zählt auch bis zum Viertelfinal-Aus in der Europa League zu Dortmunds absoluten Schlüsselakteuren. Der Lohn dafür: Nach der Saison 2015/16 debütiert er für die DFB-Elf. Nach nur einem einzigen Länderspiel gegen die Slowakei in der EM-Vorbereitung darf Weigl direkt mit dem Weltmeister um den Europameistertitel kämpfen. Seine erste Saison in der höchsten deutschen Spielklasse verläuft für Weigl mehr als perfekt. In der darauffolgenden Spielzeit gilt er weiterhin als Stammkraft und gewinnt mit dem BVB sogar einen Titel. Im Pokalfinale gegen Frankfurt fehlt er zwar verletzt, dennoch jubelt er mit seinen Mitspielern über seinen größten sportlichen Erfolg in der noch jungen Karriere.

Zurück zum Mentor?

Thomas Tuchel beendet mit dem Sieg im DFB-Pokal seine Trainerzeit in Dortmund. Die Spannungen zwischen ihm und den Bossen führten zum unvermeidlichen Aus. Für Julian Weigl ändert sich unter Tuchels Nachfolger Peter Bosz nicht viel, er bleibt weiterhin gesetzt. Auch nach dem Trainerwechsel und dem Amtsantritt von Peter Stöger spielt er fast immer. Die Dortmunder spielen keine gute Saison und Weigl steht mit seinen Mitspielern deswegen oft in der Kritik. Der BVB und Weigl beenden die Saison auf Rang vier. Das Minimalziel der Champions League-Qualifikation wurde also gerade so erreicht. Um wieder anzugreifen, hat man Lucian Favre als Trainer verpflichtet. Welche Rolle spielt Weigl in seinen Plänen? Gerüchten zufolge soll er lieber zurück zu Thomas Tuchel wollen. Ein Engagement in Paris scheint nicht ausgeschlossen. Tuchel lobt seinen ehemaligen Spieler und gab bislang kein klares „Nein“ zu ihm ab. Stimmt die Ablöse und der Transfer von Witsel klappt, wird der BVB über einen Verkauf von Weigl zumindest einmal nachdenken.

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