Werder reißt die Wölfe – direkt in den Abstiegskampf

Aktualisiert Nov 2018

Die Redaktion
Von Die Redaktion
Redakteur

Eine Viertelstunde lang wankte Werder. Und es fühlten sich nicht wenige Fans ans Pokal-Aus in Leverkusen erinnert. Denn da verspielte Bremen eine 2:0-Führung bei der Werkself und verlor nach Verlängerung noch 2:4. Im kleinen Nordderby im Weserstadion allerdings gab es das verdiente Happy End. Werder Bremen besiegte den VfL Wolfsburg 3:1 (2:0).

Damit ist der Abstiegskampf in der 1. Bundesliga um eine Mannschaft reicher. Denn während Werder sich nach den Niederlagen vom 1. FSV Mainz 05, dem 1. FC Köln trotz erneut starken Timo Horn und auch Erzrivale Hamburger SV am Samstag über Big Points freuen durfte, steht das Wasser den Wolfsburgern nach diesem 1:3 buchstäblich bis zum Hals. Der VfL bleibt nach dem 22. Spieltag der Saison 2017/18 bei 24 Punkten stehen. Das ist nur noch einen Zähler besser als Kontrahent Werder. Und es sind lediglich noch vier Punkte bis zum Relegationsplatz. Im Grunde fängt der Abstiegskampf schon ab Platz zwölf an. Dort kommt der SC Freiburg, der ebenfalls verlor, auf 25 Punkte.

Werder legt los wie die Feuerwehr

Im nicht ganz ausverkauften Weserstadion erwischten die Hausherren am Sonntagabend einen Start nach Maß. Denn es dauerte gerade einmal vier Minuten, als das Leder bereits im Netz der Wölfe zappelte. Zlatko Junuzovic hatte einen Eckball exakt und scharf in die Mitte gebracht. Ludwig Augustinsson war per Kopfball zur Stelle (4.). Für den schwedischen Linksverteidiger war es sein erster Treffer in der 1. Bundesliga für Werder. Und Bremen blieb am Drücker. Weil der VfL Wolfsburg sich an einer gut organisierten Deckung der Grün-Weißen die Zähne ausbiss. Aber ebenso, weil die Hanseaten nach tollen Chancen von Maximilian Eggestein, Max Kruse und Niklas Moisander ans Lattenkreuz durch Florian Kainz noch vor der Pause das 2:0 nachlegten (40.). Es war ein tolles Tor des Österreichers, der die Kugel für VfL-Keeper Koen Casteels unhaltbar ins lange Eck schlenzte.

Bremens Matchwinner: Florian Kainz

In der Kabine der Niedersachsen muss es laut geworden sein. Jedenfalls war Wolfsburg nach der Pause hellwach. Werder indes wirkte weniger konzentriert. Also ahndete Schiedsrichter Deniz Aytekin einen Trikotzupfer von Moisander an Robin Knoche mit Strafstoß. Zwar scheiterte Paul Verhaegh zunächst an Bremens Torwart Jiri Pavlenka. Sein Nachschuss saß zum 1:2 (49.). Sollte diese Partie aus Sicht der Norddeutschen also wie schon in Leverkusen kippen? Nein. Denn Werder fing sich wieder. Der VfL Wolfsburg blieb nämlich weitgehend ungefährlich. Stattdessen übernahm der SVW mit zahlreichen sehenswerten Kontern das Kommando. Einer davon führte zum Ziel. Max Kruse bediente perfekt Florian Kainz. Und mit seinem zweiten Tor des Tages, bei dem der österreichische Nationalspieler Koen Casteels tunnelte, avancierte er schlussendlich zum Matchwinner. 3:1 für Werder Bremen, drei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf. Das fand auch Florian Kainz klasse: „Es war für mich persönlich, aber auch für die Mannschaft ein gelungener Abend.“

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