Borussia Mönchengladbach startet in die Bundesliga-Saison 2026/27 unter Cheftrainer Eugen Polanski, der nach der Entlassung von Gerardo Seoane im September 2025 übernahm und nun in seine erste volle Saison geht. Nach dem enttäuschenden 12. Platz und einem deutlichen Kaderumbruch lautet das erklärte Ziel, sich mindestens wieder im Mittelfeld zu behaupten. Für Wetten gilt: Die Europa-Träumerei hat keinen Value, realistisch ist ein weiteres Jahr im Tabellenmittelfeld.


Das Wichtigste in Kürze:

  • Borussia Mönchengladbach geht mit Trainer Eugen Polanski in dessen erste komplette Saison.
  • Die Fohlen beendeten die Vorsaison enttäuschend auf Platz zwölf, ohne Europa.
  • Der Kader wurde verjüngt, Leistungsträger wie Rocco Reitz und Luca Netz wurden verkauft.
  • Kapitän bleibt Torjäger Tim Kleindienst, die Lebensversicherung im Sturm.
  • Das Saisonziel ist bescheiden, Polanski nennt Platz zwölf als Minimum.

📋 Schnell-Fakten zu Borussia Mönchengladbach

🏟️ Stadion Borussia-Park, Mönchengladbach
👔 Cheftrainer Eugen Polanski (erste volle Saison)
📉 Vorsaison Platz zwölf, keine europäische Qualifikation
🎯 Saisonziel Mindestens Platz zwölf, mit attraktiverem Fußball
⭐ Kapitän & Toptorjäger Tim Kleindienst
🔧 Größte Veränderung Verjüngter Kader nach mehreren Verkäufen
🐴 Spitzname Die Fohlen

👔 Wer ist der Trainer von Borussia Mönchengladbach?

Cheftrainer ist Eugen Polanski. Der 40-Jährige, als Spieler einst selbst im Trikot der Fohlen, übernahm im September 2025 nach der Entlassung von Gerardo Seoane zunächst aus der eigenen Nachwuchsabteilung und brachte die Mannschaft in einer schwierigen Saison auf einen ruhigen Kurs. Für 2026/27 geht er nun in seine erste komplette Spielzeit als verantwortlicher Bundesliga-Coach, unterstützt von Co-Trainern wie dem von Manchester City gekommenen Jan-Moritz Lichte.

Sein Auftrag ist klar umrissen: Der Mannschaft nach zwei enttäuschenden Jahren wieder eine klare Spielidee geben und aus dem verjüngten Kader eine funktionierende Einheit formen. Der große Vorteil gegenüber seinem kalten Start mitten in der Saison ist die volle Vorbereitungszeit, die er nun erstmals zur Verfügung hat.


📉 Wie lief die vergangene Saison?

Kurz gesagt: enttäuschend. Nachdem Borussia in der Saison 2024/25 noch um die europäischen Plätze mitgespielt hatte und Zehnter geworden war, ging es in der Vorsaison einen Schritt zurück. Ein schwacher Saisonstart kostete Gerardo Seoane im September den Job, und obwohl Polanski das Ruder herumriss, reichte es am Ende nur zu Platz zwölf, ohne Europa und ohne echte Highlights.

Immerhin gab es Lichtblicke: Torjäger Haris Tabaković war mit 13 Ligatoren der auffälligste Angreifer, und die Mannschaft stabilisierte sich unter Polanski zumindest. Der Anspruch eines Traditionsklubs wie Gladbach ist aber ein anderer als das untere Mittelfeld.


🔄 Welche Transfers gab es bei den Fohlen?

Der Sommer stand im Zeichen der Verjüngung. Aus finanziellen Gründen musste Gladbach mehrere Leistungsträger abgeben: Mittelfeldmotor Rocco Reitz wechselte zu RB Leipzig, Linksverteidiger Luca Netz nach England zu Nottingham Forest, dazu verließen unter anderem Keeper Jonas Omlin und Stürmer Grant-Leon Ranos den Klub. Insgesamt war es ein deutlicher Aderlass.

Auf der Zugangsseite setzt Sport-Geschäftsführer Roland Virkus auf junges Potenzial mit Perspektive: Der argentinische Angreifer Alejo Sarco kam von Bayer Leverkusen, der japanische Verteidiger Kota Takai von Tottenham, dazu Mittelfeldspieler wie Yannik Engelhardt (Como) und Hugo Bolin (Malmö). Das Durchschnittsalter der Neuen ist niedrig, die Handschrift klar: Gladbach baut um und setzt auf Entwicklung.

Vorne bleibt mit Kapitän Tim Kleindienst die Lebensversicherung an Bord. Der Nationalstürmer ist der wichtigste Torgarant, auch wenn die klamme Kasse bei einem Angebot von rund 20 Millionen Euro zum Nachdenken zwingen könnte. Zusätzliche Unruhe bringt die offene Zukunft von US-Spielmacher Giovanni Reyna, der für Gespräche freigestellt wurde.


⚽ Wie sieht die Vorbereitung aus?

Der Sommerfahrplan folgt einer langen Gladbacher Tradition. Nach den Medizinchecks am 10. und 11. Juli stieg die Mannschaft am 12. Juli mit einer öffentlichen Einheit ein, die WM-Fahrer stießen nach und nach dazu.

Der Ablauf im Überblick:

  • Trainingslager: Vom 2. bis 9. August ging es wie gewohnt nach Rottach-Egern an den Tegernsee, bereits zum 13. Mal bereitete sich Borussia dort auf eine Saison vor.
  • Die Testspiele: In den ersten Tests machte Gladbach eine gute Figur, einem 6:0 gegen den Wuppertaler SV folgten ein 2:1 gegen Rot-Weiss Essen und ein 3:1 gegen Hansa Rostock. Im Trainingslager stand mit dem Duell gegen Ligakonkurrent und Europa-League-Teilnehmer TSG Hoffenheim der bis dahin härteste Test auf dem Programm, gespielt über zweimal 60 Minuten für maximale Spielpraxis.
  • Saisoneröffnung: Mitte August folgte das große Saisoneröffnungs-Wochenende im Borussia-Park mit einem Test gegen internationale Prominenz, ehe die Pflichtspiele mit der ersten Runde im DFB-Pokal beginnen.

Für Polanski ist die Vorbereitung die erste echte Gelegenheit, seine Ideen von Grund auf zu verankern und die vielen Neuzugänge einzubauen. Die frühen Testsiege sind ein gutes Zeichen, sagen gegen unterklassige Gegner aber wenig über die Bundesliga-Tauglichkeit aus.


🎯 Was ist das Saisonziel und wo liegt der Wett-Value?

Bemerkenswert offen hat Eugen Polanski das Saisonziel formuliert: Das Minimum sei Platz zwölf, also die gleiche Platzierung wie in der Vorsaison, allerdings mit einer anderen, attraktiveren Art Fußball. Wenn schon der Trainer öffentlich so bescheiden auftritt, ist das ein deutliches Signal für die Erwartungshaltung.

Für die Saisonwetten heißt das: Wer auf eine Gladbacher Rückkehr nach Europa setzt, spielt gegen die wahrscheinlichere Realität. Ein Trainer in seiner ersten vollen Saison, ein stark verjüngter Kader und der Verkauf wichtiger Stammspieler sprechen klar für ein weiteres Jahr im Mittelfeld, nicht für den Sprung nach oben. Die Europa-Quote mag verlockend aussehen, hat aus unserer Sicht aber keinen Value.

Die ehrliche Gegenrede gehört dazu: Nach unten ist Gladbach dank der Klubgröße, der Erfahrung im Kader um Kleindienst und Elvedi und der Heimstärke im Borussia-Park meist abgesichert. Ein Absturz in den Abstiegskampf ist unwahrscheinlich, solange Kleindienst bleibt und trifft. Der nüchterne Basisfall ist ein ruhiges, unspektakuläres Mittelfeld-Jahr.

👉 Unsere Einschätzung: Gladbach landet im gesicherten Mittelfeld. Die Europa-Wette ist ohne Value, spannender ist höchstens die Frage, ob der junge Kader schneller zündet als erwartet.


❓ Häufige Fragen zu Borussia Mönchengladbach 2026/27

Wer ist der Trainer von Borussia Mönchengladbach in der Saison 2026/27? Cheftrainer ist Eugen Polanski. Er übernahm im September 2025 von Gerardo Seoane und geht 2026/27 in seine erste komplette Saison als Chefcoach.

Was ist das Saisonziel von Borussia Mönchengladbach? Trainer Polanski nannte Platz zwölf als Minimalziel, will diesen aber mit attraktiverem Fußball erreichen. Europäische Ambitionen sind offiziell kein Thema.

Welche Spieler hat Gladbach abgegeben und geholt? Verkauft wurden unter anderem Rocco Reitz (RB Leipzig) und Luca Netz (Nottingham Forest). Neu kamen junge Talente wie Alejo Sarco, Kota Takai und Yannik Engelhardt.

Wer ist Kapitän von Borussia Mönchengladbach? Kapitän ist Torjäger Tim Kleindienst, sein Stellvertreter ist Nico Elvedi.

Steigt Gladbach ab oder spielt es um Europa? Beides ist unwahrscheinlich. Realistisch ist ein Platz im Tabellenmittelfeld, ein Abstiegskampf droht bei einem intakten Kleindienst ebenso wenig wie eine Europa-Qualifikation.


🧠 Fazit: Geduld mit den jungen Fohlen

Borussia Mönchengladbach startet in ein Jahr des Übergangs. Mit Eugen Polanski steht ein Trainer an der Linie, der den Klub von innen kennt und ihn nach zwei enttäuschenden Spielzeiten stabilisieren soll, doch der verjüngte Kader braucht Zeit, um zu zünden. Mit Kleindienst als Konstante im Sturm und der Heimstärke im Borussia-Park ist die Klasse gesichert, der große Sprung nach oben aber unwahrscheinlich.

Für Wettfreunde heißt das: Finger weg von der Europa-Euphorie, der nüchterne Blick sieht die Fohlen im Mittelfeld. Spannend bleibt allein, ob die jungen Neuzugänge schneller einschlagen als gedacht. In Teil sieben unserer Reihe geht es mit dem nächsten Bundesligisten weiter.


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