Zusammenbruch von Christian Eriksen

Dänemarks Kapitän Christian Eriksen ist im Testspiel gegen die Ukraine zusammengebrochen. Inzwischen gibt es Entwarnung. Alle Infos zum Schreckmoment.

Der Schreckmoment von Odense

Der Zusammenbruch von Christian Eriksen sorgt kurz vor dem WM-Start für bange Minuten: Dänemarks Kapitän ist im Länderspiel gegen die Ukraine in der 65. Minute plötzlich zu Boden gegangen. Zuvor hatte sich der 34-Jährige an die Brust gegriffen, sackte dann zusammen und blieb liegen. Mitspieler und medizinisches Personal reagierten sofort, die Spieler beider Teams bildeten einen Sichtschutz um den Dänen. Im Stadion von Odense hielt die ganze Arena den Atem an, die Zuschauer riefen lautstark „Eriksen, Eriksen“.

Entwarnung vom Verband

Es folgte die Entwarnung, auf die alle gehofft hatten. „Christian Eriksen ist bei Bewusstsein und fühlt sich den Umständen entsprechend gut“, teilte der dänische Verband nach kurzer Behandlung mit. Eriksen konnte das Spielfeld eigenständig verlassen und ging zu einem bereitstehenden Krankenwagen. Die Partie wurde beim Stand von 2:1 für Dänemark abgebrochen. Auch sein Klub VfL Wolfsburg meldete sich zu Wort: „Wir denken an dich, Christian.“

Erinnerungen an 2021

Die Szene weckte sofort dramatische Erinnerungen. Am 12. Juni 2021 hatte Eriksen im EM-Gruppenspiel gegen Finnland einen Herzstillstand erlitten und musste auf dem Platz reanimiert werden. Anschließend wurde ihm ein Defibrillator eingesetzt, Ärzte gaben ihm später das Okay für die Fortsetzung seiner Profikarriere. „Das weckt Erinnerungen“, sagte Dänemarks Kapitän Pierre-Emile Højbjerg sichtlich bewegt. Ob der Vorfall Auswirkungen auf Eriksens WM-Teilnahme hat, war zunächst offen. Die kommenden Tage und Untersuchungen werden Klarheit bringen. Für den Moment überwiegt die Erleichterung.