Nagelsmann übergeht El Mala erneut
Nach Lennart Karls Verletzung hofften viele auf Said El Mala. Doch Nagelsmann nominiert Ouédraogo nach. Die Gründe und die Reaktionen aus Köln.
Die Tür schien wieder offen
Eigentlich schien die Tür für Said El Mala wieder offen. Nach der Verletzung von Lennart Karl musste Bundestrainer Julian Nagelsmann einen Offensivspieler nachnominieren, und viele in Köln rechneten fest mit dem Shootingstar des FC. Schon bei der ersten Kaderbekanntgabe hatte El Mala gefehlt, trotz einer starken Saison. Jetzt, so die Hoffnung am Rhein, müsste doch seine Zeit gekommen sein. Doch Nagelsmann entschied sich anders: Nachnominiert wurde der 20-jährige Assan Ouédraogo von RB Leipzig, nicht El Mala.
Nagelsmanns deutliche Begründung
Seine Wahl begründete der Bundestrainer mit klaren Worten, die viel über El Malas aktuelle Lage verraten. Auf dem Flügel sah Nagelsmann mit Florian Wirtz, Maximilian Beier, Leroy Sané und Jamie Leweling auch ohne Karl ausreichend Optionen, zumal dort im Notfall auch Kai Havertz und Jamal Musiala aushelfen könnten. Dazu kam ein entscheidender Punkt: El Mala habe zweieinhalb Wochen nicht trainiert. Bei Ouédraogo hob Nagelsmann dagegen dessen Stabilität und Vielseitigkeit hervor, die ihn für das System der Mannschaft besonders interessant mache.
Frust in Köln
Für die Kölner Fans ist es die zweite Enttäuschung binnen weniger Wochen. Mit 18 Scorerpunkten und fünf Toren in den letzten neun Spielen der Saison hatte El Mala starke Argumente geliefert, blieb aber sowohl im finalen Kader als auch bei der Nachnominierung außen vor. In den sozialen Netzwerken machte sich der Frust Luft, immer wieder fiel dabei der Name Leroy Sané als vermeintlich weniger formstarke Alternative. Immerhin: Mit erst 19 Jahren dürfte El Malas Zeit im DFB-Trikot noch kommen, die nächsten Turniere stehen ihm offen.