Experten warnen vor England und allen drei Gastgebern

Spanien, Frankreich, England – so lautet die gewohnte Favoritenreihenfolge bei den Buchmachern zur WM 2026. Doch erfahrene Wettexperten sehen das anders. Und wer auf die falschen Favoriten setzt, zahlt drauf.

England: Hoher Druck, schwache Offensive

England geht mit einer Weltmeister-Quote von rund 8,00 als einer der größten Titelanwärter in die WM. Doch Wettbasis-Datenexperte Quirin Sterr warnt deutlich: Die Three Lions würden wieder einmal unter einem enormen Heimatdruck leiden – und das, obwohl das Turnier gar nicht in England stattfindet. Das eigentliche Problem liegt laut Sterr in der Offensive: Abgesehen von Harry Kane fehlen die Spieler, die auf WM-Niveau wirklich den Unterschied machen. Eine beunruhigende Diagnose für alle, die aktuell auf „It’s Coming Home“ setzen.

Alle drei Gastgeber als Wett-Fallen

Noch brisanter ist Sterrs zweite These: Alle drei Gastgeberländer – USA, Mexiko und Kanada – gehören für ihn zu den potenziellen Enttäuschungen des Turniers. Das deckt sich mit einer unabhängigen Expertenprognose, die ebenfalls die USA trotz Heimvorteil und Trainer Mauricio Pochettino als Wackelkandidat in Gruppe D sieht. Die hohe Erwartungshaltung und der Druck des Publikums könnten schnell kippen – gerade wenn frühe Ergebnisse ausbleiben.

Mexiko befindet sich laut den gleichen Experten ebenfalls in einer fragwürdigen Ausgangslage: Der Heimvorteil im Aztekenstadion ist real, das Team aber keineswegs auf dem Niveau, das der Favoriten-Status suggeriert.

Kroatien und die Niederlande im Visier

Neben England und den Gastgebern nennen Ex-Profis wie Guido Buchwald und Peter Neururer auch Kroatien und die Niederlande als mögliche Turnier-Flops. Kroatien – Vize-Weltmeister 2018, Dritter 2022 – gilt auf dem Papier als Geheimfavorit. Doch der Kader altert und der Kurs nach der Luka-Modric-Ära ist ungewiss.

Was bedeutet das für Wetter?

Die Quoten spiegeln diese Risiken bislang kaum wider. England bei 8,00, die USA mit vergleichsweise niedrigen Gruppensieger-Quoten – wer gegen den Strom wettet, findet hier echten Value. Spanien (ca. 5,75) und Frankreich (ca. 6,20) bleiben laut Buchmachern die realistischsten Titelanwärter – eine Einschätzung, die von den Experten weitgehend geteilt wird.


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