Feilt Jogi Löw an einer neuen Taktik zum Portugal-Spiel?

Jogi Löw Portugal

Aktualisiert Jul 2021

Michael Schnellmann
Von Michael Schnellmann
Redakteur

Hätte Deutschland gegen Frankreich ein Unentschieden erreicht, wäre die Taktik des Bundestrainers mit Sicherheit aufgegangen. Leider hat es nur zu einer 0:1-Pleite gereicht. Zwar ließen die Deutschen wenige Chancen zu. Doch wir selber hatten noch weniger Gelegenheiten ein Tor zu erzielen. Und genau deshalb muss die System-Frage gestellt werden. Ist die Dreierkette für das Team wirklich die richtige Entscheidung?

Was bedeutet es mit Dreierkette zu spielen? Hört sich doch offensiver an als die Viererkette! Allerdings ist es anders. Denn im Ballbesitz des Gegners wird aus der Dreier- eine Fünferkette. Damit bindest du einen Mann mehr in der Abwehr. Dieser fehlt dir folglich im Mittelfeld. Dass ist auch ein Grund, warum Kimmich auf außen spielt. Dabei haben wir die besten Spieler im Zentrum. Fakt ist: Deutschland richtet sich aktuell nach der Taktik der Gegner und nicht umgekehrt.

Bleibt Jogi Löw seinem Frankreich-System treu?

Dreierkette. Kimmich und Goosens auf den Flügeln. Und vorne mit Müller, Gnabry und Havertz. So startete die deutsche Elf gegen die Franzosen. Und im Abschlusstraining kam genau diese Formation wieder zum Einsatz. Daher liegt die Behauptung nahe, dass es gegen Portugal dabei bleibt. Doch viele Experten würden lieber Kimmich im Zentrum sehen. Dafür müsste dann hinten mit einer Viererkette gespielt werden. Ginter ziehst du dann nach rechts. Auch in der Offensive wäre es eine Möglichkeit hinter Müller auf Schnelligkeit zu setzen. Mit Gnabry, Sané und Timo Werner hätten wir genau die richtigen Waffen. Doch nach einem 3:0 im ersten Spiel können die Portugiesen ruhig auf ihre Chance warten. Daher brauchst du vermutlich auch kombinationsstarke Spielertypen.

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Und damit sind wir beim Kern der Portugal-Aufstellung angekommen. Wer sorgt mit seinen Aktionen für Torgefahr? Daran hat es gegen die Franzosen nämlich am meisten gefehlt. Defensiv standen wir relativ stabil. Dass du Frankreich mit diesen Einzelkünstlern nicht in jedem Moment zu 100 % ausschalten kannst, ist klar. Verloren haben wir trotzdem nur durch ein unglückliches Eigentor. Ärgerlicher war jedoch, dass wir in der Offensive wenig zustande gebracht haben. Wo waren die schönen Pässe von Kroos oder Havertz? Wo die Flügelläufe von Gnabry oder der Instinkt eines Müllers. Jogi Löw braucht eine Formation auf dem Feld, die in der Lage ist Torgefahr auszustrahlen.

Irgendwas muss sich gegen Portugal ändern!

Und wenn es nur der unbedingte Wille ist, dieses Spiel zu gewinnen. Aber gegen Frankreich hatten wir bestenfalls zwei bis drei Halbchancen. Da muss mehr kommen. Leon Goretzka könnte das Blatt eventuell zu unseren Gunsten wenden. Denn aus dem Mittelfeld startend, ist der Bayern-Spieler die personifizierte Torgefahr. Schlussendlich kann er mit einem starken Fernschuss Treffer erzielen. Er geht in die Tiefe, hinein bis in den Strafraum. Und obendrein ist Goretzka noch kopfballstark. Deutschland muss sich einfach mehr trauen. Natürlich brauchen wir gegen die Portugiesen mindestens ein Unentschieden, um das Weiterkommen noch selbst in der Hand zu haben. Ein Sieg wäre aber besser!

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