Fußball den Fans: Massive Kritik an der Super League

Kritik an Super League

Aktualisiert Jul 2021

Benjamin Dworak
Von Benjamin Dworak
Redakteur

Die Katze ist aus dem Sack! Zwölf Vereine haben sich auf die Einführung einer europäischen Super League geeinigt. Ein Wettbewerb, der künftig noch über der Champions League stehen soll. Doch es gibt massive Kritik an dem Vorhaben. Fans auf der ganzen Welt erheben ihre Stimme und sprechen sich vollmundig gegen die neue Exklusiv-Liga. Bislang zeigen sich die Verantwortlichen von dieser Kritik, die teils sogar von Vereinen und Spielern kommt, unbeeindruckt.

Es war eine Szene, wie sie passender nicht hätte sein können. Während Jürgen Klopp am Montagabend seinen Kickern beim Aufwärmen zuschaute, liefen regelmäßig Spieler von Gegner Leeds United durch die Kamera. Und die hatten eine besondere Botschaft auf den Shirts: „Football is for the Fans“. Ein Grundsatz, den nicht Jürgen Klopp, wohl aber sein Arbeitgeber aus den Augen verloren zu haben scheint.

Brennende Trikots, Flugzeug-Banner, Aufmärsche

Der Fußball steht möglicherweise vor einer der größten Krisen seiner Geschichte. Zwölf europäische Vereine, darunter der FC Liverpool oder Real Madrid, haben sich zur Gründung einer europäischen Super League entschieden. Diese soll die Champions League ersetzen. Bedeutet: Die zwölf Vereine würden die Champions League verlassen. Gespielt werden soll die Super League, wie die Königsklasse, unter der Woche.

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Der Protest gegen die Super League ist allerdings enorm. Leeds United lief am Montag mit Shirts mit der Aufschrift „Football is for the Fans“ auf. Längst nicht der einzige Protest. Liverpool-Anhänger verbrannten teilweise die Trikots ihres Clubs. Rund um die Anfield waren zahlreiche Banner mit Protesten aufgehängt und selbst ein Flugzeug mit einem Protest-Banner war in Großbritannien unterwegs. Der berühmte Leitsatz: „In den Farben getrennt, in der Sache vereint“, scheint für Fußball-Fans in diesen Tagen mehr denn je zu gelten.

Fans bewusst umgangen?

Hinzu kommt, dass die Super League offenbar gezielt die Fans umgehen wollte. Die Mitteilung der Gründung wurde mitten in der Nacht veröffentlicht. Zusätzlich haben einige der Gründungsvereine keine offizielle Stellungnahme in den sozialen Netzwerken gepostet. Fraglich auch, ob diese Mitteilung in dieser Form bei gefüllten Arenen herausgegangen wäre. So oder so wird es wohl nicht bei den bisherigen Protestaktionen bleiben.

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