Gräfe: Ex-Schiedsrichter klagt gegen DFB

Manuel Gräfe Klage DFB

Aktualisiert Jul 2021

Benjamin Dworak
Von Benjamin Dworak
Redakteur

Viele Jahre lang sorgte Manuel Gräfe als Schiedsrichter im Trikot des DFB für Recht und Ordnung auf dem Fußballplatz. Jetzt allerdings klagt der 47-Jährige gegen seinen alten Arbeitgeber. Der Grund: Der Verband schickt den Schiedsrichter in Rente, weil er das Höchstalter für die Profi-Schiedsrichter erreicht hat. Eine Altersdiskriminierung?

Erst seit Ende der letzten Saison ist Manuel Gräfe nicht mehr als Bundesliga-Schiedsrichter im Dienst. Altersbedingt hat ihn der DFB mit 47 Jahren in die Schiedsrichter-Rente geschickt. Trainer, Manager und Spieler bedauerten die Entscheidung, viele kämpfte sogar dafür, dass Gräfe weitermachen darf. Am Ende vergeblich. Nun allerdings möchte der beliebte Referee gegen den DFB vor Gericht ziehen.

Klage mittlerweile eingegangen

Das ging schnell! Erst am Donnerstagmorgen erklärte Manuel Gräfe in einem Interview mit der „Zeit“, dass er den DFB verklagen wolle. Der Grund ist das Ende seines Dienstes als Referee, den er mit 47 Jahren unfreiwillig quittieren musste. Gräfe klagt deshalb aufgrund von Altersdiskriminierung. Rückendeckung in der Liga hat der erfahrene Mann genug. In der Vergangenheit forderten sowohl Fans, als auch Spieler und Funktionäre, dass Gräfe weitermachen darf.

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Schon am Donnerstag wurde laut „Bild“ dann tatsächlich Klage eingereicht. Wie das Blatt berichtet auf „Feststellung der Altersdiskriminierung“. Nach den Berichten der Zeitung seien die Kopien der Klage bereits beim DFB Eingegangen. Äußern wollte sich demnach aber noch niemand.

Auch Geld steht auf dem Spiel

Gräfe selbst erklärte, dass er gefühlt noch pfeifen könne, bis er 50 Jahre und älter sei. „DFB nimmt mir, was mir Spaß macht“, so der Referee im Interview mit der „Zeit“. Auch finanziell geht es für Gräfe aber um einiges. Sollte das Gericht ihmRecht geben, könnten ihm gut 25 Prozent seines letzten Schiedsrichter-Gehaltes zustehen. Das würde laut „Bild“ einer Summe von rund 55.000 Euro entsprechen. Dass er selbst noch einmal als Schiedsrichter vom DFB eingesetzt wird, gilt als unwahrscheinlich. Gräfe möchte hier überwiegend eine alte Regel aus dem Weg räumen und so möglicherweise jüngeren Kollegen eine längere Zeit auf dem Platz ermöglichen.

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