Pavlas Nummer eins? So entscheidet sich Markus Anfang bei der T-Frage

Jiri Pavlenka

Aktualisiert Sep 2021

Dirk Hofmann
Von Dirk Hofmann
Redakteur

Der sechste Spieltag in der 2. Bundesliga steht in den Startlöchern. Das Duell am Samstag (11. September) ab 13.30 Uhr zwischen dem FC Ingolstadt und Werder Bremen gehört nicht unbedingt zu den Paarungen, der besonders große Aufmerksamkeit geschenkt wird. Mit einer Ausnahme. Denn Trainer Markus Anfang muss die T-Frage beantworten. Comeback für Pavlas?

Bremen. Pavlas fordern die einen. Zetti sagen die anderen. Gemeint sind Jiri Pavlenka und Michael Zetterer, die beiden Keeper beim SV Werder Bremen. Wer beim FC Ingolstadt zwischen den Pfosten stehen soll – da sind sich selbst eingefleischte Werder-Fans nicht einig. Qualitäten bringen beide mit. Bei Jiri Pavlenka liegen die Stärken definitiv auf der Linie. Nicht umsonst wird er ob seiner herausragenden Reflexe gerne Krake genannt an der Weser. Viele halten den 29-Jährigen zumindest in dieser Rubrik gar für einen erstklassigen Erstliga-Torwart.

Comeback von Pavlas gegen Almelo

Michael Zetterer, der Herausforderer, ist dem Tschechen hingegen spielerisch überlegen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Seine Beschlagenheit, den Spielaufbau bei Ballbesitz stark einzuleiten, spricht für den 26-Jährigen. Der machte bisher auch einen sehr soliden bis starken Eindruck in den ersten fünf Ligaspielen. Immerhin spielte Werder zuletzt erst beim Karlsruher SC (0:0), dann gegen Hansa Rostock (3:0) zu null. Das gilt aber ebenso für den Test in der Länderspielpause gegen Heracles Almelo. Da feierte Jiri Pavlenka nach überstandener Verletzung sein Comeback im Tor der Grün-Weißen.

Und wie bewertet nun der Übungsleiter die Ausgangslage im Duell zwischen Zetterer und Pavlenka? Markus Anfang meint: „Zetti hat vielleicht den Vorteil, dass er mehr Spiele in unserer aktuellen Organisation gemacht hat, aber Pavlas hat gegen Almelo gezeigt, dass er das genauso kann. Wir reden bei ihm über einen Nationaltorwart, der viel Erfahrung mitbringt.“ War er das also, der berühmte Wink mit dem Zaunpfahl? Nach dem Motto: Zetterer hat alles gegeben, aber ich setze ja keinen Nationalkeeper von Tschechien auf die harte Ersatzbank.

Also ist Markus Anfang in dieser Diskussion schon einmal um Schadenbegrenzung bemüht. Denn für ihn sei eine Entscheidung pro Zetterer oder pro Pavlenka ohnehin nur eine Momentaufnahme. Ein Leistungsgedanke solle Woche für Woche herrschen. Und nicht nur vor der Partie beim FC Ingolstadt. „Ich würde nie sagen, dass nun jemand bis zum Saisonende spielt“, erklärte Anfang auf der Pressekonferenz vor dem Match. „Was ist, wenn einer mal eine schlechte Phase hat. Darf man dann nicht mehr wechseln? Bei uns ist nichts in Stein gemeißelt“, beteuert Markus Anfang.

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Wohin führt der Weg Ingolstadt und Werder?

Also wird Markus Anfang sich ins stille Kämmerlein setzen, vielleicht den Torwarttrainer Christian Vander zu sich zitieren und eine Entscheidung treffen. Treffen müssen. Zumindest hier hat Werder Bremen ein echtes Luxusproblem. Und es ist auch weniger wichtig, wer am Ende zwischen den Pfosten steht. Durch das 3:0 gegen Rostock haben sich die Bremer stark zurückgemeldet. Nun müssen sie diese Leistung mit einem weiteren Dreier bestätigen. Damit der Anschluss an die vorderen Tabellenplätze nicht verloren geht.

Mit acht Punkten belegen die Bremer aktuell Rang sieben. Das sind drei Zähler weniger als der Zweite SC Paderborn auf dem Konto hat (11). Der Aufsteiger aus Ingolstadt muss indes aufpassen, nicht ganz unten im Keller stecken zu bleiben. Die Schanzer haben vier Punkte. Und mit den meisten Gegentoren (4:11 Treffer) belegen sie deswegen als Drittletzter nur Rang 16.

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