Steffen Baumgart: „Zeit für eine Veränderung“

Bis dahin bleiben seinem Vorgänger Friedhelm Funkel zwei Partien oder vielleicht sogar vier, wenn es der 1. FC Köln in die Relegation schafft, Zeit. Zeit, den Abstieg mit den Rheinländern doch noch zu verhindern. „Es freut uns sehr, dass sich Steffen Baumgart für den 1. FC Köln entschieden hat“, hatte FC-Geschäftsführer Horst Heldt am Dienstag Vormittag die wichtige Personalie öffentlich gemacht. Zumindest dafür dürfen sich die Geißböcke ein wenig feiern lassen. Denn Baumgart war bei vielen Vereinen im Gespräch. Auf Schalke, beim Hamburger SV, auch bei Hannover 96. Entschieden hat er sich schlussendlich für den Effzee.

Sein Vertrag gilt bis zum Sommer 2023. Zuvor hatte Steffen Baumgart bereits für klare Verhältnisse bei seinem jetzigen Verein SC Paderborn gesorgt. Offene Wort, für die der Übungsleiter ja ohnehin bekannt ist. „Nach mehr als vier Jahren in Paderborn war es für mich jetzt Zeit für eine Veränderung“, so der Coach. Er freue sich nun auf eine „neue Herausforderung in Köln, die ich gemeinsam mit dem gesamten Verein, der Mannschaft und allen Fans ab der nächsten Saison voller Energie angehen werde“. Und wer Steffen Baumgart an der Seitenlinie kennt, der weiß: Das darf man wörtlich nehmen.

Erfolgreiche Arbeit jedenfalls hat er beim SC Paderborn nun wirklich geleistet. Mit den Ostwestfalen schaffte er einst den Durchmarsch von der dritten Liga rauf bis in die 1. Bundesliga. Wohl auch deswegen hat sich der 1. FC Köln so um seine Person bemüht. Baumgart kann motivieren, kennt beide Ligen sehr gut. Sein Vertrag gilt unabhängig von der 1. oder 2. Bundesliga.

 

Klassenerhalt für Köln noch nicht abgeschrieben

Der 1. FC Köln jedenfalls steht nach einem 1:4 gegen den SC Freiburg mit dem Rücken zur Wand. 29 Punkte stehen auf dem Konto der Domstädter. Bielefeld als Drittletzter und Werder Bremen auf Rang 15 haben ebenso 31 Punkte wie Hertha BSC. Doch die Berliner bestreiten am Mittwoch noch ihr Nachholspiel gegen Schalke 04. Köln selbst darf trotzdem weiter hoffen. Weil das Restprogramm eben hoffen lässt. Zum einen können die Geißböcke mit einem Gastspiel und Sieg bei Hertha BSC den Hauptstadtverein selbst noch einmal ins Abstiegsrennen befördern. Und zum anderen spielt der Effzee am letzten Bundesliga-Wochenende (22. Mai) zu Hause gegen den FC Schalke 04. Mal sehen also, ob Steffen Baumgart den 1. FC Köln 2021/22 sogar weiter erstklassig trainieren darf.