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Sportwetten Gera – Rechtliche Auszeit oder Ende für immer?

Dass der Buchmacher Sportwetten Gera pleite sei, wurde in verschiedenen Foren hinlänglich diskutiert. Ob das Unternehmen jedoch wirklich jemals Insolvenz angemeldet hat oder ob die Firma sinnbildlich im karibischen Bermudas Dreieck versenkt wurde, lässt sich heute nur noch schwer nachvollziehen. Fakt ist, seit 2009 werden vom Unternehmen keine Wetten mehr angenommen. Der Buchmacher wurde quasi von Seiten des Staates dazu genötigt, dass Wettbusiness in Deutschland aufzugeben. Das Vorgehen der deutschen Behörden in diesen Fällen ist ja hinlänglich bekannt. Auch Bwin wurde seinerzeit aus dem sächsischen Neugersdorf „vertrieben“.

Das Nachspiel lässt Fragen offen

Nachdem der Wettbetrieb der Geraer eingestellt wurde, sind viele Fragen offen geblieben. Das Unternehmen hatte 2009 und 2010 kaum noch Emails der ehemaligen Kunden beantwortet und ist zahlreiche Auszahlungen der Restguthaben schuldig geblieben. Allein diese Tatsache lässt auf eine Sportwetten Gera Pleite deuten.

Außerdem hätte das Unternehmen einen ganz legalen Weg gehen können, um das Wettangebot aufrechtzuerhalten. Eine Lizenzierung in Gibraltar oder Malta wäre sicherlich möglich gewesen. Scheinbar hat die Geschäftsführung der Thüringer dies jedoch nicht wirklich gewollt. Bwin beispielsweise ist heute offiziell in Gibraltar zu Hause und erfreut die internationalen Wettkunden nach wie vor mit einem riesigen Portfolio. Auf der Homepage der Sportwetten Gera GmbH steht noch immer folgender Satz: „Über rechtliche Veränderungen werden wir Sie zeitnah informieren.“ Ehrlicherweise ist jedoch mit einem Relaunch nicht mehr zu rechnen. Sportwetten Gera gehört der Geschichte an.

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Teilerfolge vor Gericht erzielt

Fakt ist, das Unternehmen hat sich gegen die Schließung aufgelehnt. Noch im Jahre 2011 erzielte die Firma vor dem Gera Verwaltungsgericht einen bedeutenden Erfolg, der gleichzeitig die gesamte Rechtslage in Deutschland beleuchtet. Die Thüringer Richter gaben einer Klage des Buchmachers Recht. In der offiziellen Erklärung hieß es „Sportwetten Gera darf das Wettgeschäft fortführen“. Das Unternehmen arbeitete seit jeher mit einer Lizenz, welche in den letzten Tagen der DDR ausgestellt wurde. Die Richter in Gera schrieben der Landes- und der Bundesregierung damals sehr deutliche Worte in die Urteilsbegründung. Zitat: „Es geht beim staatlichen Wettmonopol tatsächlich nicht schwerpunktmäßig um den Verbraucherschutz. Vielmehr soll eine traditionelle Einnahmequelle aufrechterhalten werden.“ Andere Bereiche wie das deutlich „gefährlichere“ Automatenspiel würden, so das Gericht, nicht annährend in dieser Form beschnitten. Außerdem stehe das Verbot im krassen Widerspruch zur europäischen Dienstleistungsfreiheit, welche durch nationale Bestimmungen nicht unterlaufen werden dürfe.

Der Mythos des Bookies

In Gera selbst genoss der Sportwettenanbieter seit seinem Markteinstieg im Jahre 1990 den Mythos des Unsichtbaren. Kaum ein Einwohner der thüringischen Stadt wusste, wer hinter dem Unternehmen steht, geschweige denn wo sich die Büros des Wettanbieters befanden.

Dies waren die Offerten des Bookies

Besonders stark hatte sich Sportwetten Gera im Bereich der Fußballwetten gezeigt. Dominierend im Portfolio waren die deutschen Ligen. Ohnehin konzentrierte sich der Bookie vornehmlich auf deutsche Mannschaften und Sportler, welche immer besonders herausgestellt wurden. Zum Wettangebot gehörten des Weiteren Eishockey, Handball, Tennis, Boxen, die Formel 1, Motorradrennen, Ski alpin, Skispringen und Golf. Der amerikanische Sport spielte eine kleine untergeordnete Rolle. Innovativ war das eigene „kleine Sportstudio“, das „Sportwettengera TV“.

Die Webseite der Thüringer war auf Deutsch, Englisch und Türkisch verfügbar. Der Minimaleinsatz pro Tipp lag bei einem Euro. Der Höchsteinsatz war auf 1.000 Euro pro Wettschein festgeschrieben, wobei der maximale Ticketgewinn 20.000 Euro nicht überschreiten durfte. Das Gewinnlimit pro Spieler und Woche war in Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit 125.000 Euro verankert. Geradezu revolutionär gestalten sich die Einzahlungsvarianten bei Sportwetten Gera. Das Unternehmen erkannte schon damals Lastschriften als Bezahlmethode an. Neben den Onlinewetten konnten die Tipps auch telefonisch platziert werden.

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Die Alternative zum Wetten – findet Du hier

Mittlerweile gibt es im Internet zahlreiche hochwertige Wettanbieter. Die Bookies begrüßen ihre neuen Spieler meist mit einem attraktiven Bonus, worauf Sportwetten Gera früher übrigens immer verzichtet hat. Das Highlight sind sicherlich die Livewetten im Internet. Die User können auf aktuelle Spielereignisse tippen und reagieren. Dies ist ein entscheidender Vorteil der Onlinewetten gegenüber den stationären Wettshops. Die besten Bookies findest Du in unserem großen Online-Anbietervergleich auf Sportwette.net.

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Autor Mark Weber

 

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