Wettgewinne und Steuerpflicht: Sportwetten Gewinne versteuern?


In Deutschland ist das Online Wetten legal, doch damit einher geht die Möglichkeit, die Einkünfte aus Wettgewinnen zu besteuern. Die mögliche Pflicht der Versteuerung von Gewinnen aus Sportwetten zählt mit zu den schwierigsten Themen rund um Sportwetten. In diesem Artikel werden wir versuchen, etwas Klarheit ins Dunkle zu bringen und das Thema Steuern etwas zu vereinfachen. Für eine dem Einzelfall entsprechende Lösung des Sachverhalts sollte allerdings ein Anwalt konsultiert werden, der dem Steuerrecht angeschlossen ist.

In Deutschland Sportwetten Gewinne versteuern?

In der Vergangenheit waren die Sportwetten Gewinne in Deutschland und Österreich nicht steuerpflichtig. Laut Gesetz gehörten sie nicht zu den sieben Einkunftsarten (vgl. § 2 Abs. 3 EStG), sodass der Staat keine Steuer von Wettfreunden verlangen durfte. Das traf generell auf jede Art von Glücksspiel, Wetten und Gewinnspiele zu. Alles, was vom Wettkonto ausgezahlt wurde, blieb zu 100 Prozent Eigentum – Wettanbieter mussten Sportwetten nicht versteuern. Eigentlich eine logische Vorgehensweise. Denn Sportwetten Gewinne als Einkunftsart geltend zu machen, könnte im Gegenzug bedeuten, dass man als Spieler zudem die Verluste geltend machen dürfte. Das wäre ein klares Minusgeschäft für den Staat – er hat sich deshalb etwas anderes ausgedacht und die Wettgewinne mit einer Sondersteuer versehen.

Die Top 5 Anbieter ohne Wettsteuer

AnbieterSteuerabzugGewinnDetails
Tipico Erfahrungen Kein Steuerabzug 300€ Bei 100€ Einsatz auf 3.0 Quote Details Tipico Wettsteuer
2 Guts Erfahrungen Kein Steuerabzug 300€ Bei 100€ Einsatz auf 3.0 Quote Details Guts Wettsteuer
3 Tonybet Erfahrungen Kein Steuerabzug 300€ Bei 100€ Einsatz auf 3.0 Quote Details Tonybet Wettsteuer
4 BigBetWorld Erfahrungen Kein Steuerabzug 300€ Bei 100€ Einsatz auf 3.0 Quote Details BigBetWorld Wettsteuer
5 Ironbet Erfahrungen Kein Steuerabzug 300€ Bei 100€ Einsatz auf 3.0 Quote Details Ironbet Wettsteuer

Wettsteuer auf Sportwetten Gewinne fällig

Die im Jahr 2012 eingeführte Wettsteuer findet sich im Rennwett- und Lotteriegesetz (RennwLottG) und beträgt fünf Prozent vom Bruttoeinsatz oder Bruttogewinn. Mit dieser Besteuerung von Wetteinsätzen gewinnt der Staat im Jahr über eine Milliarde Euro. Diese Steuer ist von jedem Wetter zu zahlen, der seinen Wohnsitz in Deutschland hat. Damit sind alle Sportwetten Gewinne steuerpflichtig.

Was macht der Staat mit den Einnahmen? Die Gelder aus der Wettsteuer fließen in die Kassen der Bundesländer. Versteuert werden dabei sämtliche Arten von Sportwetten, wozu natürlich auch Bundesliga Wetten, Pferdewetten oder Tenniswetten gehören. Das Gesetz zur Besteuerung von Sportwetten verlangt, dass die Steuer bei Wetten anfällt, die nicht nur über das Wettbüro, sondern auch über das Internet abgeschlossen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Anbieter ein deutscher oder ausländischer Sportwetten Buchmacher ist. Allerdings können die Wettanbieter frei entscheiden, ob sie die Steuer für ihre Kunden übernehmen und selbst zahlen, oder ob sie diese an die Kunden weiterleiten.

In unserem Wettanbieter Vergleich findet sich eine Übersicht aller Wettanbieter, die eine Steuer an den Kunden weiterleiten oder teilweise bzw. in voller Höhe übernehmen. Die Zahl der Buchmacher, welche die Wettsteuer komplett übernehmen, reduziert sich immer weiter. Das solltet ihr als Wettfreund verstehen. Die Buchmacher müssen sonst sehr viel Geld zahlen. Vor allem bei großen Buchmachern, die mehrere tausend oder hunderttausende Kunden aus Deutschland haben, würde sich die Wettsteuer schnell auf mehrere Millionen Euro summieren. Selbst einer der besten Sportwettenanbieter Betway kann sich das nicht mehr erlauben. Aber wie gesagt, es gibt noch Ausnahmen, bei denen sich die Sportwetten Steuer umgehen lässt.

Ein Bookie, der bis zum aktuellen Zeitpunkt immer noch die Steuern voll übernimmt, ist Tipico. Eine Tipico Wettsteuer gibt es also nicht, da diese in voller Höhe vom Buchmacher getragen wird.

Sportwetten Gewinne versteuern – auch per App

Ein weitverbreiteter Irrtum vieler Spieler ist es, dass die 5-Prozent-Steuer nicht für Wetten anfällt, die Mobil mittels der Handy Wetten Apps platziert werden. Dem ist nicht so. Die Steuer wird immer fällig, egal ob die Sportwetten online oder per App platziert werden. Wer seinen Wohnsitz in Deutschland hat, kommt nicht um das Wetten versteuern herum, außer wie gesagt, es handelt sich um einen Sportwettenanbieter, der die Steuer selbst zahlt. Das Wetten in Deutschland ist also nicht steuerfrei per App. Noch einmal: die 5-Prozent-Wettsteuer wird für alle Wett Tipps fällig und somit ist jeder Gewinn aus einer Sportwette versteuert.

Achtung: Berufsspieler müssen Einkommensteuer zahlen

Beim Tippen von Sportwetten Finanzamt nicht vergessen – das sollte die Devise für Berufsspieler sein. Wenn das gesamte Einkommen durch Sportwetten generiert wird, stuft der Staat den Spieler als Berufsspieler ein. Folglich muss er, wie jeder andere Selbstständige auch, ein Gewerbe anmelden und sein Einkommen versteuern. Viele Profi-Wettfreunde fragen sich, ab wann der Begriff „Berufsspieler“ gilt. Denn eine genaue Definition gibt es noch nicht.

Finanzexperten und Steuerberater raten allen Tippern, die über mehrere Monate mehr als 50 Prozent des Einkommens durch Sportwetten bestreiten, sich beim Finanzamt zu melden. Das steht sonst schnell auf der Matte. Und wie jeder weiß, sollte nicht auf diesen Augenblick gewartet werden. Wer ein Einkommen bezieht, egal, woher dieses stammt, ist in Deutschland in der Pflicht, sein Einkommen dem Staat gegenüber anzuzeigen und selbstständig zu versteuern. Andernfalls rutschen Berufsspieler sehr leicht in den Bereich der Steuerhinterziehung. Wenn Berufsspieler Sportwetten tätigen, sollten sie also automatisch ihre Sportwetten Gewinne versteuern, Deutschland dankt es.

Sind Sportwetten Gewinne steuerpflichtig in der Schweiz?

Rivalo übernahm 2013 die Sportwetten von Tipico in der Schweiz

Stichwort Sportwetten Gewinne Steuern Schweiz – wie sieht es dort aus? Müssen Schweizer ihre Sportwetten Gewinne versteuern? In der Schweiz müssen Wettfreunde Steuern zahlen, unabhängig vom Kanton, in dem sie leben. Seit dem Jahr 2013 allerdings mit einer kleinen steuerlichen Erleichterung. Der Staat trennt hier zwischen Profitippern und Gelegenheitsspielern. Gewinne, die unter 1.000 Schweizer Franken liegen, müssen nicht versteuert werden. Alles, was an Gewinnen über dieser Summe liegt, wird als reguläres Einkommen behandelt. Spieler müssen diese dementsprechend versteuern.

Sportwetten Gewinne – wie sieht die Sachlage in Österreich aus?

Mit Interwetten ist einer unserer Top-Buchmacher in Österreich verwurzelt

Österreicher können sich freuen. Sie dürfen so viele Wetten gewinnen, wie sie wollen, ohne eine Steuer zahlen zu müssen. Dabei spielt es keine Rolle, aus welchem Land der Wettanbieter stammt. Wer in Österreich seinen Wohnsitz hat, wird von der Wettsteuer befreit. Die dort erhaltenen Gewinne, müssen nicht an den Fiskus abgeführt werden. Der Grund: die Sportwetten gelten dort, ähnlich wie in Deutschland, nicht als Einkunftsart. Ausnahme sind hier die Berufsspieler – sie müssen eine Einkommensteuer zahlen, wenn sie ihren Lebensunterhalt zum großen Teil oder vollständig mit dem Tippen von Sportwetten bestreiten.

Lohnen sich Sportwetten Anbieter ohne Steuer?

Wir haben erklärt, dass in Deutschland alle Wettfreunde ihre Sportwetten Gewinne versteuern müssen, außer sie finden einen Buchmacher, der die Steuer selbst zahlt und Wettgewinne zu 100 % an den Kunden weitergibt. Allerdings hat die Sache in vielen Fällen einen Hacken. Die Sportwetten dieser Buchmacher sind, was die Quote anbelangt, nicht so hoch dotiert, wie Bookies, die eine Steuer verlangen. Im Sportwetten Gewinne Vergleich stellt sich dann in vielen Fällen heraus, dass Spieler trotz Wettsteuer mehr Geld mit den Wetten machen, als Spieler bei einem Buchmacher, der auf die Steuern verzichtet. Das bedeutet, dass das Sportwetten ohne Steuer nicht immer Vorteile mit sich bringt. Unser Sportwetten Tipp an euch: Nutzt unseren Wettquoten Vergleich und betrachtet die Quoten der einzelnen Buchmacher, ganz unabhängig davon, ob ihr dort eure Wetten versteuern müsst oder nicht.

Wenn ihr einen guten Buchmacher mit einer hohen Auszahlungsquote findet, wird dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit die Wettsteuer an seine Kunden abführen. Alternativ könnt ihr einen Anbieter wählen, der einen niedrigeren Quotenschüssel hat, dafür aber keine Steuer verlangt. Das liegt aber nicht in eurem Interesse. Vor allem, wenn die Gewinne mit diesem Quotenschlüssel gesamt gesehen, schlechter sind, als bei einem Buchmacher mit Steuerabzug. (Meistens rechnet ein Wettanbieter die Steuer, die er übernimmt, in die Quote ein).

Ein Rechenbeispiel:

Wettanbieter 1 mit Steuer bietet eine Quote von 2,00 an. Wettanbieter 2 ohne Steuer hat für die gleiche Wette eine Quote von 1,80 im Angebot. Ihr setzt jeweils 10 Euro auf die Wette.

Bei Wettanbieter 1 würdet ihr 20 Euro Bruttogewinn erwirtschaften. Nach Abzug der Steuer von 5% bleiben euch dann 19 Euro Reingewinn.

Bei Wettanbieter 2 würdet ihr mit der Quote von 1,80 einen Gewinn von 18 Euro erhalten. Einen Steuerabzug gibt es hier nicht.

Wie das Beispiel deutlich zeigt, lohnt sich Wettanbieter 1 trotz Steuer mehr als der andere Buchmacher. Die Sportwetten Gewinne sind beim ersten Buchmacher, auf lange Sicht gesehen, deutlich höher. Eine kleine Quotenänderung kann also eine Menge bewirken. Eure Strategie sollte deshalb das Beobachten der Quoten sein.

Was tun, wenn ich einmalig sehr viel Geld gewinne?

Wie bereits erwähnt, ist ein Berufsspieler jemand, der über lange Zeit regelmäßig Sportwetten Gewinne erwirtschaftet und damit sein Geld verdient. Das einmalige Gewinnen einer großen Summe (wenn diese den Lohn aus einem Arbeitsverhältnis deutlich übersteigt) fällt nicht darunter. Wer also dank einer genialen Sportwetten Strategie oder einfach nur wegen Glücks eine große Summe gewinnt, braucht keine Versteuerung der Gewinne zu befürchten. Um seinen Gewinn im Vorfeld noch weiter zu maximieren, empfehlen wir auf jeden Fall einen Klick zu unserem Quotenvergleich.

Der Quotenvergleich im Vorfeld sorgt dafür, dass im Erfolgsfall der höchstmögliche Ertrag erwirtschaftet wird. Allerdings müssen Steuern auf die Kapitalerträge (Zinsen) an das Finanzamt gezahlt werden, die entstehen, wenn das Geld angelegt wird. Betrachtet man das Sportwetten als Zeitvertreib, ist es eher unwahrscheinlich, dass sich damit das Einkommen bestreiten lässt Dementsprechend ist eine Einstufung als Berufsspieler und somit das Zahlen von Steuern nicht nötig.

Erst, wenn der Großteil des gesamten monatlichen Einkommens auf Dauer durch Sportwetten generiert wird, müssten ein Gewerbe gegründet und Steuern gezahlt werden. Und das dürfte bei einem Großteil der Spieler nicht die Regel sein.

Übrigens: Ein Blick in unseren Wettbonus Vergleich kann sich lohnen. Hier ist eine Übersicht aller bekannten und empfehlenswerten Buchmacher, die einen attraktiven Wettbonus für Neukunden anbieten, zu finden. Der Bonus hat natürlich positive Auswirkungen auf die Sportwetten Gewinne. Denn mit diesem zusätzlichen Bonusgeld lässt es sich eine Zeitlang steuerfrei und risikofrei zocken. Einige Anbieter offerieren hier mehrere Hundert Euro Bonus als Willkommensgeschenk. Ganz zu schweigen von den Bonusprogrammen und Aktionen für Bestandskunden. Wenn zudem die Bonusbestimmungen fair sind – spricht alles für diesen Wettanbieter.

Kleines Sportwetten Gewinne FAQ – das solltet ihr wissen

Bei Fragen stehen natürlich die Mitarbeiter auch persönlich mit Rat und Tat zur Seite: Hier Bet3000

Buchmacher, die eine Steuer verlangen, erwähnen das in der Regel in den AGBs oder im News-Bereich auf der Homepage. Ein weiterer Hinweis ist im Wettschein zu finden. Dort befindet sich eine Anmerkung oder der Steuerabzug wird direkt mit angezeigt. Doch nicht immer ist ein Anbieter so transparent. Bevor ihr euch also einen Buchmacher auswählt und dann enttäuscht feststellt, dass dieser eine Steuer verlangt, solltet ihr in unserem Wettanbieter Vergleich oder unseren Ratgebern nachlesen, welche Bookies eine Steuer erheben und welche nicht.

Sollte es der Fall sein, dass der Buchmacher eine Steuer verlangt, dann müsst ihr diese bezahlen. Da führt derzeit kein Weg daran vorbei. Außer ihr habt keinen Wohnsitz in Deutschland. (In diesem Fall gelten die Gesetze des Landes, in dem ihr gerade wohnt). Wenn ihr kein Berufsspieler seid, müsst ihr die ausbezahlten Gewinne nicht an das Finanzamt melden.

Generell sind Bookies, die sich verpflichtet haben, die Wettsteuer zu verlangen, egal in welcher Form, als seriös und sicher zu bezeichnen. Spieler, die einen solchen Buchmacher auswählen, können sicher sein, dass hier kein Betrug vorhanden ist. Wir haben festgestellt, dass die Wettanbieter mit Steuer gleichzeitig über eine europäische Lizenz verfügen und sich für Spielerschutz einsetzen. Sie unterliegen strengen Kontrollen und halten sich an europäische Gesetze, wie das Geldwäschegesetz. Somit ist die Wettsteuer ein Kriterium, das für die Sicherheit des Buchmachers steht.

Fazit: Buchmacher mit oder ohne Steuer?

Buchmacher, die keine Wettsteuer abführen und diese entweder selbst tragen oder es der Verantwortung des Spielers überlassen, ob er die Steuer freiwillig abführt oder nicht, solltet ihr als Sportwetter nicht gleich meiden, denn sie können viele Kriterien haben, die für eine Registrierung sprechen, aber dennoch solltet ihr aufpassen. Denn schwarze Schafe gibt es überall – leider ebenso bei den Buchmachern im Internet. Aufgrund dessen ist ein Vergleich der Buchmacher wichtig und vor allem von Vorteil für euch. Unsere Sportwetten Gewinne Tipps zeigen: Bookies bieten beste Leistungen, wenn es sich um ein seriöses Wettportal handelt – unabhängig davon, ob dort eine Steuer gezahlt werden muss oder nicht.

Wettanbieter vergleichen und Erfahrungen lesen

Den Content dieser Seite im Video ansehen? Hier die Zusammenfassung von „Sportwetten Gewinne versteuern?" anschauen:


Autor Mark Weber

 

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