Sportwetten Quoten erklärt
Wettquoten sind das wichtigste Element, wenn es um Sportwetten geht. Sie spiegeln nicht nur den möglichen Gewinn wider, sondern repräsentieren auch die Wahrscheinlichkeit, mit der das Ereignis eintritt.
Allerdings haben Buchmacher einen Hausvorteil, sodass nicht jede Wette einen positiven Erwartungswert hat. Genaugenommen haben die meisten Wettquoten sogar einen negativen EW. Doch der Reihe nach.
Was sind Sportwetten?
Laut Sportwetten Definition geht es um eine Abmachung zwischen zwei Parteien, bei derjenige, der mit seinem Tipp auf ein sportliches Event recht behält, von der anderen Partei etwas bekommt. Unter Freunden kann um viel gewettet werden. Es bedarf keine Sportwetten Erklärung, dass zwischen Buchmacher und Kunde um Geld gewettet wird. Die Wettquote ist hierbei der entscheidende Faktor, wie hoch der potenzielle Gewinn ist.
Wettquoten – die besten Anbieter
Wer hat die besten Wettquoten? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn es kommt auf die jeweiligen Märkte an. Folgende Buchmacher können wir dir jedoch aus vielen Gründen empfehlen.
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Sportwetten Quoten Erklärung
Um Wettquoten zu erklären, werden gerne 2-Wege Wetten oder 3-Wege Wetten als Beispiel genommen. Auch wir bedienen uns diesen populären Wetten und nehmen den klassischen Münzwurf, um Quoten zu veranschaulichen.
Ein Münzwurf hat zwei mögliche Ausgänge, Kopf oder Zahl. Wir gehen davon aus, dass eine faire Münze verwendet wird, sodass die Wahrscheinlichkeit beider Ereignisse jeweils 50 % beträgt. Eine faire Wettquote würde bei jeweils 2,00 liegen.
Faire Wettquoten: Kopf 2,00 – Zahl 2,00
Wenn du auf Kopf wettest und die Münze auf Kopf landet, erhältst das Zweifache deines Einsatzes zurück. Mit einem Einsatz von 10 Einheiten sind dies 20 Einheiten, beziehungsweise ein Gewinn von 10 Einheiten.
Quoten Erklärung 3-Wege Wette
Die 3-Wege Wette gehört zu den beliebtesten Märkten beim Fußball. Hier wird auf Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg getippt. Oftmals wird die Notation 1X2 verwendet.
Als Beispiel soll uns das Aufeinandertreffen zweier gleichstarker Teams dienen. Die Wahrscheinlichkeit für ein Unentschieden liegt in unserem Beispiel bei 50 %, die Chancen für einen Heimsieg bei 25 % und für einen Auswärtssieg ebenfalls bei 25 %.
Faire Wettquoten: Heimsieg 4,00 – Unentschieden 2,00 – Auswärtssieg 4,00
Eine einfache Sportwetten Quoten Erklärung
Wie funktionieren Wettquoten – Hausvorteil gg Faire Quoten
Bisher wurden Wettquoten erklärt, indem faire Quoten verwendet wurden. Würden Buchmacher diese anbieten, könnten sie nicht lange im Geschäft bleiben. Immerhin müssen Mitarbeiter sowie Rechnung bezahlt werden, um den Betrieb aufrecht zu halten.
Daher gibt es bei Sportwetten Quoten einen Hausvorteil. Dieser stellt sicher, dass der Buchmacher langfristig einen Gewinn macht. Der Hausvorteil hat zufolge, dass die Wettquoten unvorteilhaft für die Wett-Freunde sind. Genaugenommen haben solche Quoten einen negativen Erwartungswert.
Ein typisches Beispiel für eine 2-Wege Wette ist ein Over/Under auf Tore. Nehmen wir an, der Buchmacher schätzt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Spiel mehr als 3 Tore erzielt werden, bei 50 % liegt. Somit wird er die Over/Under Line bei 3.5 festlegen.
Wettquoten mit Hausvorteil: Under 3.5 1,95 – Over 3,5 1,95
Während also die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Wetten bei jeweils 50 % liegen, so liegen die beiden Wettquoten unter 2.
Wettquoten berechnen – so funktionieren Sportquoten
Die großen Buchmacher legen ihre eigenen Quoten fest, kleinere Anbieter orientieren sich oftmals an der Konkurrenz. Bevor wir erklären, wie sich Wettquoten berechnen, führen wir zunächst den mathematischen Zusammenhang auf.
In unserem ersten Beispiel gaben wir an, dass bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 % eine faire Quote von 2 festgelegt wird. Doch warum ist das so?
In der Mathematik werden Wahrscheinlichkeiten mit einem Wert zwischen 0 und 1 angegeben. Die Chance von 10 % entspricht der Zahl 0,1 und 0,435 entsprechen wiederum 43,5%.
Die 0 entspricht der Wahrscheinlichkeit, dass dieses Ereignis niemals eintritt, und die 1 bedeutet absolute Sicherheit. Auch wenn Wett-Freunde gerne von sicheren Tipps sprechen, 0 und 1 sind Extremfälle, die nicht vorkommen.
Daher gibt es hierauf auch keine Quoten. Der Grund hierfür ist, dass sich die Quote wie folgt errechnet.
Quote = 1/P(E)
P(E) ist die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses. Nehmen wir erneut den Münzwurf, so ist die Wahrscheinlichkeit 50 %. Somit ist P(Kopf) = 0.5.
Quote = 1/P(Kopf) = 1 : 0.5 = 2
Die Quote für Heimsieg aus dem obigen Beispiel wird wie folgt berechnet:
Quote = 1/P(Heimsieg) = 1 : 0.25 = 4
| Die Quote ist nichts anderes, als der Kehrwert der Wahrscheinlichkeit |
Wie der Erwartungswert oder aber der Hausvorteil berechnet wird, erklären wir ausführlich in unserem Artikel zu Value Bets. Weiterführend gehen wir jedoch davon aus, dass alle Quoten unter der fairen Quoten einen negativen und alle darüber einen positiven Erwartungswert haben.
Auszahlungsquote berechnen
Wie wir im Beispiel mit dem Hausvorteil gesehen haben, erstellen die Buchmacher die Quoten so, dass sie langfristig einen Gewinn machen. Dies wird auch als Dutch Book bezeichnet. Die Auszahlungsquote gibt an, wie viel du zurückbekommst, wenn du auf alle Ausgänge einer Wette setzten würdest.
Auszahlungsquote = 100 % – Marge
Im obigen Beispiel mit der Quote von jeweils 1,95 beim Over/Under zahlt der Anbieter 97,5 % aus und behält eine Marge von 2,5 % ein.
Berechnen kannst du die Auszahlungsquote, indem du die Kehrwerte der einzelnen Quoten aufaddierst und im Anschluss erneut den Kehrwert bildest. Rechenweg:
Auszahlungsquote = 1 / ((1 / 1,95) + (1 / 1,95))
Auszahlungsquote = 1 / ((0,51282) + (0,51282))
Auszahlungsquote = 1 / (1,02564)
Auszahlungsquote = 0,975 = 97,5 %
Wer legt die Wettquoten fest?
Die großen Buchmacher haben Experten, die für sie die Wettquoten festlegen. Diese sogenannten Trader (auch Sportsbook Trader) kennen sich nicht nur in den diversen Sportarten aus, sondern haben auch ein besonderes Talent für Mathematik.
Sie berechnen die echte Quote, beziehungsweise sie schätzen ab, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein bestimmtes Ereignis eintritt. Hierfür nehmen sie mathematische Modelle zu Hilfe.
Die Trader der Buchmacher legen den Ausgangskurs fest. Der Anfangspreis wird oftmals als Starting Price (SP) bezeichnet.
Warum ändert sich die Quote?
Einer der Hauptgründe, warum sich Wettquoten ändern, sind grundlegende Änderungen für das Event. Ein typisches Beispiel wäre der Ausfall eines wichtigen Spielers.
Doch auch kleinere Änderungen können durchaus die Quote bewegen. Hier versucht der Buchmacher, die „echte Quote“ zu treffen. Also die Wahrscheinlichkeit bestmöglich zu schätzen und die Wettquote anzupassen.
Wie kommt Bewegung in den Wettquotenmarkt?
Buchmacher machen langfristig Gewinn, doch auch kurzfristig will sich der Betreiber vor hohen Verlusten schützen. Aus diesem Grund beeinflusst der Wettmarkt die Quote ebenfalls.
Nehmen wir ein weiteres Mal den Münzwurf, um dies besser zu verdeutlichen. Hier hat der Buchmacher mit Quoten von jeweils 1,95 gestartet. Angenommen, es ist der wichtigste Münzwurf des Jahres und Millionen von Menschen sehen im TV und im Internet zu, auf welcher Seite die Münze landet.
Viele der Zuschauer haben Wetten platziert. Da in den letzten 5 Jahren jedes Mal Kopf gelandet ist, herrscht bei vielen der Irrglauben, dass nun endlich Zahl an der Reihe ist. So wird ein deutlich höheres Volumen auf diesen Ausgang platziert.
Mit der „echten Wahrscheinlichkeit“ von 50 % zu 50 %, Wettquoten von je 1,95 und mehreren Events, würde der Buchmacher langfristig Gewinn machen. Da es jedoch der wichtigste Münzwurf des Jahres ist, will sich der Buchmacher absichern.
So wird die Quote fortlaufend angepasst. Je mehr Menschen auf Zahl wetten, um so mehr verschieben sich die Quoten. Die Quote für Zahl fällt, die Quote für Kopf steigt. Einmal mehr sei hier die Value Bet genannt. Echte Wett-Profis würden sich über ein solches Event freuen. Jede Quote über 2,00 hat einen positiven Erwartungswert.
Wie werden live Quoten berechnet?
Bisher haben wir uns Wettquote und deren Berechnung vor dem Event angesehen. Viele Buchmacher bieten jedoch auch Live Wetten an. Auch hierfür gibt es Trader, die Events genau beobachten und die Quoten stetig anpassen.
Im Falle eines Fußballspiels würden Tore die Quote deutlich beeinflussen. Aber auch die Spielweise der Teams, das Auftreten einzelner Spieler oder sogar Änderungen im Wetter können den Ausgang der Partie und somit die Wettquoten beeinflussen.
Wenn es keinen Livestream für bestimmte Events gibt, müssen Buchmacher sogenannte Spotter anstellen. Diese Mitarbeiter sind vor Ort und leiten wichtige Informationen über das Spiel weiter.
Wettquoten einfach erklärt
Unterschiedliche Sportwetten Quoten erklärt
Bisher haben wir als Beispiel die in Kontinentaleuropa verwendeten Wettquoten angesehen. Notationen wie 1,5, 2 oder 5 werden jedoch nicht überall verwendet. So gibt es die britische und die amerikanische Schreibweise.
Europäische Wettquoten Erklärung
Wie bereits in der Sektion zur Berechnung von Sportwettenquoten gezeigt, ist die Quote einfach nur der Kehrwert der Wahrscheinlichkeit. Trifft ein Ereignis mit einer Chance von 80 % ein, ist P(E) = 0.8. Die Quote ist hiermit 1,25 (1 : 0,8)
| Die europäische Quote gibt an, was du zurückbekommst |
Britische Wettquoten berechnen
Die britischen Quoten werden als Bruch angegeben. Der große Unterschied ist jedoch, dass die Nettoquote angezeigt wird. Im obigen Beispiel wäre dies 0,25 statt 1,25, da 1 der Einsatz ist. Als Bruch wird ¼ geschrieben.
| Die britische Quote zeigt den Gewinn an |
Amerikanische Sportwetten Quoten Erklärung
Die Amerikaner bezeichnen die Quoten (Odds) als Moneyline. Die Notation ist für Europäer und Briten recht ungewohnt. So sind amerikanische Wettquoten +100 oder höher, beziehungsweise -101 oder kleiner.
Bei Außenseiterwetten gibt die Zahl an, wie viel du bekommst, wenn du 100 Einheiten setzt. Eine Quote von 4 wird im amerikanischen System als +300 geschrieben. Du kannst 300 Einheiten gewinnen, wenn du 100 Einheiten setzt.
Eine europäische Quote von 2 entspricht +100. Bei Favoriten zeigt die Zahl an, wie viel du setzten musst, um 100 Einheiten zu gewinnen. Die europäische Quote 1,25 wird beispielsweise als -400 angegeben. Mit einem Einsatz von 400 Einheiten kannst du 100 Einheiten gewinnen.
| Die amerikanischen Quoten zeigen Einsatz oder Gewinn an |
Wettquoten Rechner
Für Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Anzeige der Quoten standardgemäß „europäisch“. Ein Quotenrechner ist nicht nötig, denn Buchmacher bieten die Möglichkeit an, zwischen Bruch (britisch), Dezimal (europäisch) und Moneyline (amerikanisch) zu wechseln.
Quotenformat Tabelle
Wer ein Gefühl für die unterschiedlichen Notationen entwickeln will, hier einige Quoten in den verschiedenen Schreibweisen.
| Wahrscheinlichkeit |
Dezimal |
Bruch |
Amerikanisch |
| 99,9% |
1,001 |
1/1.000 |
-100.000 |
| 99% |
1,01 |
1/100 |
-10.000 |
| 83,3% |
1,2 |
1/5 |
-500 |
| 80% |
1,25 |
1/4 |
-400 |
| 76,9% |
1,3 |
3/10 |
-333,3 |
| 71,4% |
1,4 |
2/5 |
-250 |
| 70% |
1,43 |
43/100 |
-233 |
| 66,7% |
1,5 |
1/2 |
-200 |
| 60% |
1,67 |
4/6 |
-150 |
| 55,6% |
1,8 |
4/5 |
-125 |
| 52,4% |
1,91 |
10/11 |
-110 |
| 50% |
2 |
1/1 |
+100 |
| 47,6% |
2,1 |
11/10 |
+110 |
| 44,4% |
2,25 |
5/4 |
+125 |
| 40% |
2,5 |
6/4 |
+150 |
| 33,3% |
3 |
2/1 |
+200 |
| 30% |
3,33 |
233/100 |
+233 |
| 28,6% |
3,5 |
5/2 |
+250 |
| 25% |
4 |
3/1 |
+300 |
| 22,2% |
4,5 |
7/2 |
+350 |
| 20% |
5 |
4/1 |
+400 |
| 18,2% |
5,5 |
9/2 |
+450 |
| 16,7% |
6 |
5/1 |
+500 |
| 15,4% |
6,5 |
11/2 |
+550 |
| 14,3% |
7 |
6/1 |
+600 |
| 13,3% |
7,5 |
13/2 |
+650 |
| 12,5% |
8 |
7/1 |
+700 |
| 11,8% |
8,5 |
15/2 |
+750 |
| 11,1% |
9 |
8/1 |
+800 |
| 10% |
10 |
9/1 |
+900 |
| 9,1% |
11 |
10/1 |
+1.000 |
| 6,2% |
16 |
15/1 |
+1.500 |
| 4,8% |
21 |
20/1 |
+2.000 |
| 2% |
51 |
50/1 |
+5.000 |
| 1% |
101 |
100/1 |
+10.000 |
| 0,1% |
1.001 |
1.000/1 |
+100.000 |
| 0,01% |
10.001 |
10.000/1 |
+1.000.000 |
Wie funktionieren Wettquoten?
Profit erzielen – Wettquoten erklärt
Wenn du langfristig gewinnen willst, musst du nicht nur wissen, wie Wettquoten funktionieren. Hier kommen wir zum Sure Bets und Value Bets. Für beide Themen gibt es ausführliche Artikel, doch um das Thema Quoten abzuschließen, erklären wir die Begriffe hier noch kurz.
Wettquoten berechnen für Sure Bets
Bei Sure Bets werden mehrere Wetten platziert, sodass egal, wie das Spiel ausgeht, ein Gewinn gemacht wird. Als Beispiel nehmen wir ein fiktives Fußballspiel, bei dem es kein Unentschieden geben kann.
Buchmacher A: Heimsieg 1,89 – Auswärtssieg 2,05
Buchmacher B: Heimsieg 1,54 – Auswärtssieg 2,60
Wie weiter oben beschrieben werden, repräsentieren die Quoten Wahrscheinlichkeiten. Auch wenn wir die wirkliche Wahrscheinlichkeit für ein bestimmtes Event nicht kennen, können wir uns die abgeleiteten Wahrscheinlichkeiten ansehen.
Buchmacher A: Heimsieg 52,9% – Auswärtssieg 48,8%
Buchmacher B: Heimsieg 65% – Auswärtssieg 38,5%
Heimsieg bei Buchmacher A und Auswärtssieg bei Buchmacher B ergeben addiert 91,4 %. Dies liegt unter 100 %, sodass hier eine Sure Bet möglich ist. Allerdings musst du den Einsatz bei den Wetten genau anpassen.
Wie du Sure Bets findest, welche Beträge du setzten musst, und alles Weitere, gibt es im weiterführenden Artikel.
Wettquoten erklärt mit Value Bets
Die Buchmacher versuchen, die Wahrscheinlichkeiten möglichst genau vorherzubestimmen. Zudem kommt der Hausvorteil, sodass viele Quoten einen negativen Erwartungswert haben.
Wer langfristig Profit einspielen möchte, muss sich um Value Bets bemühen und daher wissen, was die faire Quote und somit die exakte Wahrscheinlichkeit ist. Es gibt unterschiedliche Methoden, um dieses Ziel zu erreichen.
Als Beispiel soll der Münzwurf von oben dienen. Hier wissen wir, dass die beiden Ausgänge jeweils mit 50 % eintreten und kennen daher auch die faire Quote. Somit wissen wir auch, dass jede Quote über 2 eine Value Bet ist.